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BVB will Fans versöhnen - Watzke verurteilt „Kopf ab"-Gesten

Die Dortmunder Fans.

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Dortmund.  Borussia Dortmund hat eine dramatische Saison hinter sich gebracht. Hans-Joachim Watzke will jetzt mit den Fans wieder eine Einheit bilden.

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Borussia Dortmund hat eine turbulente Saison auf dem vierten Platz beendet. Eine Saison, in der die schwarz-gelben Anhänger am Ende regelmäßig die eigenen Spieler auspfiffen - zu dürftig waren die Leistungen. Auch deswegen erklärt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Interview mit schwatzgelb.de, wie sich der Klub wieder mit den eigenen Fans versöhnen will. Der Verein muss wieder fannäher werden, meint Watzke.

"Ich werde mich auf jeden Fall wieder für mehr öffentliche Trainings beim neuen Trainer einsetzen, das ist ein entscheidender Punkt", sagt der 58-Jährige, "wir müssen außerdem Formate finden, in denen Spieler wieder bereit sind, mit den Fans zu diskutieren. Wir überlegen gerade, welche Formate das sein können. Das setzt natürlich auf beiden Seiten Interesse voraus. Da müssen beide Seiten aufeinander zugehen. Aber wir haben das erkannt".

Watzke nimmt BVB-Fans in die Pflicht

Der Geschäftsführer nimmt also auch die BVB-Fans in die Pflicht. Denn: Die Erwartungshaltung sei in den vergangenen Jahren extrem groß geworden, was dem Zusammenhalt manchmal im Weg stehe. "Ich habe nicht das Gefühl, dass im Stadion noch von sehr vielen verziehen wird, wenn wir einen 18-Jährigen einwechseln und der erstmal fünf Fehlpässe spielt, selbst wenn er aus dem eigenen Stall kommt", erklärt Watzke.

Und weiter: "Dazu kommt: Das Leben im Stadion spielt sich nicht nur auf der Süd ab. Einige fänden das gut, aber wir müssen realistischerweise davon ausgehen, dass 56.000 weitere Menschen im Stadion sind, die durch die jüngsten Erfolge mitunter auch eine ganz andere Erwartungshaltung haben. Das macht es schwieriger, aber gleichwohl müssen wir wieder enger zusammenrücken."

Watzke verurteilt Verhalten einiger BVB-Fans

Allerdings stellt Watzke auch klar, dass er einige Reaktion der Fans verurteilt, vor allem nach der 1:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim in Sinsheim, wo der BVB in die Champions League gestolpert ist.

"Ich war nach dem Spiel natürlich erst mal sauer, wobei ich immer versuche, das zu kanalisieren. Aber nicht so, wie manch andere Leute das machen, und das gefällt mir ehrlicherweise nicht am Verhalten einiger Fans: Wenn die Mannschaft nach einer enttäuschenden Leistung zu den Fans geht, kann man pfeifen und sein Missfallen kundtun – das müssen wir alle aushalten", so Watzke, "aber wenn Leute da „Kopf ab"-Gesten machen und Spieler persönlich diffamieren, dann darf man sich auch nicht wundern, dass die Mannschaft nicht mehr gerne zu den Fans geht. Es wäre schon sinnvoll, den Ärger so zu artikulieren, dass man anschließend auch wieder eine gemeinsame Basis haben kann". (las)

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