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BVB-Trainer Favre fordert: "Wir müssen so weiterspielen"

BVB-Trainer Lucien Favre

BVB-Trainer Lucien Favre

Foto: Reuters

Dortmund.  Trotz vier Spielen ohne Sieg am Stück will BVB-Trainer Lucien Favre gegen Nürnberg nicht alles umwerfen. Verbesserungsbedarf sieht er dennoch.

Es ist nicht zwingend eine mehrheitsfähige Meinung, die Lucien Favre vertritt, zumindest nicht im Raum Nürnberg. „Sie haben vor zwei Wochen ein ausgezeichnetes Spiel gemacht beim 1:1 gegen Werder Bremen“, sagt der Rainer von Borussia Dortmund über jenen Gegner, der am Montagabend (20.30 Uhr/live in unserem Ticker) auf den BVB wartet. Dass sie zuletzt ausgezeichnet gespielt hätten, würden sie nicht einmal in Nürnberg behaupten. Deshalb musste ja Trainer Michael Köllner gehen, nachdem auf das 1:1 gegen Bremen ein 0:1 gegen den Zweitligisten Hamburger SV im DFB-Pokal und ein 0:2 gegen Hannover 96 folgten – und Sportvorstand Andreas Bornemann gleich mit, weil er sich weigerte, den Trainer rauszuschmeißen.

So präsentiert sich kein Klub, bei dem die Führung zufrieden ist – und sie hat ja auch wenig Anlass dazu angesichts von 15 Bundesligaspielen in Folge ohne Sieg und Tabellenplatz 18 mit gerade einmal zwölf Punkten aus 21 Spielen. Zum Vergleich: Der BVB hat bereits 50. Aber da ist da das Spiel gegen Bremen, dass Favre als warnendes Beispiel heranziehen kann. „Da waren sie sehr gut organisiert, mit sehr athletischen Spielern“, sagt der BVB-Trainer. „Sie haben sehr gut verteidigt und auch Möglichkeiten gehabt.“

Ein 1:1 in Nürnberg kann sich der BVB wahrlich nicht erlauben. Es wäre dann immerhin schon das fünfte Pflichtspiel nacheinander ohne Sieg, und der herrliche Vorsprung an der Tabellenspitze, der einmal neun Punkte betrug, wäre auf gerade einmal drei Zähler zusammengeschrumpft.

BVB-Trainer Favre: "Wir müssen die Verwertung besser machen"

Für Trainer Favre ist das allerdings kein Grund, alles umzuwerfen, er war nicht komplett unzufrieden mit den Auftritten zuletzt: „Wir erwarten, dass unsere Spieler weiter so spielen, aber mit mehr Geduld“, sagt er. „Und dass wir nicht mehr solche Tore kriegen, das ist das wichtigste.“ Chancen hätten die Gegner schon in der Hinrunde immer mal wieder gehabt. „Da hat niemand etwas gesagt, weil wir keine Tore daraus kassiert haben. Jetzt kassieren wir sie, das ist eben so“, meint der Schweizer. „Das müssen wir verbessern, durch Arbeit, Arbeit, Arbeit. Und wir kreieren weiter Torchancen, das ist gut – aber wir müssen die Verwertung besser machen.“

Übersetzt: Die Mannschaft darf gerne vorne wieder ein paar Tore mehr schießen, und dafür hinten darauf verzichten, sich die Bälle durch eklatante Fehler praktisch selbst ins Tor zu legen. Dann sollte für den BVB am Ende ein erfreulicheres Ergebnis stehen als vor zwei Wochen für die Bremer.

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