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BVB-Star Reus: "Wir müssen die Dominanz der Bayern brechen"

Kommt die Pause wegen der Corona-Krise nicht ungelegen: BVB-Kapitän Marco Reus.

Kommt die Pause wegen der Corona-Krise nicht ungelegen: BVB-Kapitän Marco Reus.

Foto: dpa

Dortmund.  Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus plant seine Bundesliga-Rückkehr im Mai und macht auch im Titelkampf eine klare Ansage an den Spitzenreiter.

Noch ist unklar, ob infolge der Corona-Pandemie im Mai bereits wieder der Ball in der Fußball-Bundesliga rollen kann. Sollte es aber dazu kommen, können sich die Fans von Borussia Dortmund schon mal freuen: Denn Marco Reus stellte ihnen wie auch Trainer Lucien Favre in Aussicht, bei einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs im nächsten Monat dabei sein zu können. „Im Mai ist wieder mit mir zu rechnen“, sagte der BVB-Kapitän der Sport-Bild.

Allerdings machte Reus kleine Einschränkungen: Wann genau im Mai, „das lässt sich heute aber nicht verlässliche sagen. Ich muss abwarten, wie mein Körper auf die steigende Belastung reagiert. Aber im Moment fühle ich mich sehr gut.“

Reus absolvierte sein vorerst letztes Spiel für den BVB am 1. Februar

Am 1. Februar stand der 30-Jährige beim 5:0-Sieg über Union Berlin das vorerst letzte Mal im BVB-Trikot auf dem Rasen. Seitdem plagt sich Reus mit einer mysteriösen Muskelverletzung herum. Es handelt sich dabei nicht um einen üblichen Muskelfaserriss, gleichwohl gestaltet sich die Rekonvaleszenz äußerst schwierig. Ursprünglich war bereits eine Rückkehr für Anfang März avisiert worden, doch die zögerte sich immer weiter hinaus.

Und nun kam Marco Reus auch noch die Corona-Krise dazwischen. Sie gibt dem Nationalspieler die Zeit, die Adduktoren vollständig auszuheilen, wenngleich Reus die Umstände dieser verlängerten Reha überhaupt nicht zusagen: „Ich bin weit davon entfernt, Positives aus einer Situation zu ziehen, die so viele Menschenleben gekostet hat. Über das, was gerade in der Welt passiert, bin ich alles andere als froh! Dass ich meine Verletzung ohne Zeitdruck komplett auskurieren kann, steht auf einem völlig anderen Blatt Papier.“

Die Corona-Krise veränderte den Reha-Plan von Reus

Die Zeit haben Reus und die medizinische Abteilung des BVB auf jeden Fall genutzt, um den Comeback-Plan zu überarbeiten: „Als sich abzeichnete, dass die Spiele vorerst ausfallen würden, haben wir uns noch mal zusammengesetzt und den Reha-Plan verändert“, so Reus. „Ich bin es gewohnt, aus Verletzungspausen so schnell wie möglich zurückzukommen. Der Druck, wieder fit zu sein, ist normalerweise viel größer. Jetzt nutze ich die Pause, um meinen Körper komplett neu einzustellen und in einen Top-Zustand zu bringen, bevor ich wieder voll einsteige.“

Sollte die Bundesliga-Saison doch noch – wenn dann voraussichtlich mit Geisterspielen – zu Ende gebracht werden, damit die von der Krise auch wirtschaftlich getroffenen Klubs die letzte Tranche der TV-Gelder überwiesen bekommen, nehmen sich Reus und der BVB einiges vor: „Wir wollen immer noch den Titel holen“, betont der Offensiv-Star, "wir müssen die Dominanz von Bayern durchbrechen." Mit seinem Team ist Reus bei neun noch auszutragenden Spielen sowie vier Punkten Rückstand Tabellenzweiter hinter dem FC Bayern ist. Reus: „Es ist noch alles möglich. Ich hoffe, dass wir die Saison zu Ende spielen können und einen spannenden Titelkampf erleben. Diesmal aber mit dem besseren Ende für uns.“ (fs)

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