BVB

BVB: Nur ein Profi enttäuscht – Bestnote für einen Joker

Dortmunder Jubel nach dem 1:0 bei der TSG Hoffenheim.

Dortmunder Jubel nach dem 1:0 bei der TSG Hoffenheim.

Foto: dpa

Sinsheim.   Trainer Favre entschied sich gegen Hoffenheim zu ein umfangreichen Rotation. Das tat nicht allen Profis gut. Der BVB in der Einzelkritik.

Torwart und Abwehr

Marwin Hitz: Vertrat Stammtorwart Roman Bürki, hielt die Null und leistete sich keine nennenswerten Fehler. Viele Bälle auf sein Tor bekam er nicht. Auffällig nur: Statt hohe Bälle zu fangen, entschied er sich häufig für die Faustabwehr. Note: 3

Lukasz Piszczek: Der Routinier begann in der Dreierkette, war allerdings vom Pech verfolgt. Schon in der Anfangsphase wurde er von Hoffenheims Posch mit der Hand im Gesicht getroffen und musste verletzt ausgewechselt werden. Keine Bewertung

Mats Hummels: Gegen Belfodil ließ Abwehrchef Hummels nur wenig zu. Wie seine Defensiv-Kollegen überzeugte er mit guten Zweikampfwerten. Auch im Passspiel zeigte der 31-Jährige seine Qualitäten. Starke 94 Prozent seiner Bälle brachte er an den Mitspieler. Note: 2,5

Emre Can: Starke Leistung des Nationalspielers. Im Zweikampf zeigte Can sich sehr aufmerksam und war immer da, wenn er gebraucht wurde. Im Passspiel fast fehlerfrei. Note: 2,5

Mittelfeld

Thomas Meunier: Sein Kopfball auf die Latte war lange Zeit die beste Chance des BVB (37.). Auf der rechten Seite war er zwar weniger auffällig als sein Pendant Passlack, doch grobe Fehler hat sich auch Meunier nicht geleistet. Note: 3

Axel Witsel: Die Passmaschine des BVB brachte auch gegen die TSG weit über 90 Prozent seiner Zuspiele zum Mitspieler. In der Offensive zwar ohne nennenswerte Aktion, doch solide im Spiel gegen den Ball. Note: 3

Mahmoud Dahoud: Der Neu-Nationalspieler startete anstelle von Bellingham. Im Mittelfeld fügte er sich ordentlich ein, ohne aber positiv aufzufallen. Auffällig war er eher durch mehrfache Diskussionen mit Gegenspielern und dem Schiedsrichter. Note: 3,5

Felix Passlack: Damit hätte vor wenigen Monaten niemand gerechnet. Passlack startete für den BVB und gehörte zu den besten Spielern in Schwarz-gelb. Auf Links war er ein echter Aktivposten, trieb seine Teamkollegen immer wieder an und hatte die meisten Ballaktionen aller Dortmunder. Note: 2

Angriff

Jadon Sancho: Der englische Flügelflitzer erwischte nicht seinen besten Tag. Er zog zwar vereinzelt seine berüchtigten Sprints an, doch wirklich gefährlich war Sancho nur selten. Note: 3,5

Giovanni Reyna: In der ersten Halbzeit ging nicht viel beim BVB. Doch wenn es gefährlich wurde, hatte der 17-jährige Wirbelwind immer wieder seine Füße im Spiel. Mit seinen Dribblings stellte er die TSG-Abwehr mehrfach vor Probleme. Zweimal war er nah dran am Torerfolg. Note: 2

Julian Brandt: Als falsche Neun sollte er Sturmtank Erling Haaland ersetzen. Trotz seiner guten Technik konnte er den Norweger nicht vergessen machen. Blieb ohne Torschuss und wurde nach 63 Minuten ausgewechselt. Note: 4,5

Eingewechselt

Thomas Delaney: Musste schon nach 20 Minuten für den verletzten Piszczek ran. Auf ungewohnter Position in der Dreierkette, machte er allerdings einen guten Job. Der Däne gewann 83 Prozent seiner Zweikämpfe und bewies gutes Auge im Spielaufbau. Note: 2,5

Erling Haaland: Nach drei Einsätzen für die norwegische Nationalmannschaft blieb Haaland nur die Rolle als Joker. Nach seiner Einwechslung in der 63. Minute war er allerdings ein echter Unruheherd. Den Siegtreffer durch Reus bereitete der 20-Jährige vor. Note: 2

Marco Reus: Der Matchwinner. Der Kapitän kam nach rund einer Stunde für den blassen Sancho und sorgte mit seinem Siegtreffer für den Unterschied. Nicht seine einzige Gelegenheit. Schon wenige Augenblicke vor der Führung hatte Reus eine große Chance, scheiterte allerdings an TSG-Torwart Baumann. Note: 1,5

Jude Bellingham: Der 17-jährige Engländer wurde nach 75 Minuten für Dahoud eingewechselt und konnte im Anschluss durch Präsenz im Zweikampf überzeugen. Keine Bewertung

Raphael Geurreiro: Normalerweise ein Stammspieler auf Links, saß Guerreiro gegen die TSG lange auf die Bank. Für die Schlussviertelstunde ersetzte er Meunier und hatte sogar die Chance auf 2:0 zu stellen. Sein Abschluss zischte aber über das Tor (85.). Keine Bewertung

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben