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Borussia Dortmund will selbstbewusster werden - und Meister

Watke und der BVB wollen künftig selbstbewusstere Ziele setzen.

Watke und der BVB wollen künftig selbstbewusstere Ziele setzen.

Foto: dpa

Dortmund  Der BVB geht angriffslustig in die kommende Saison – und will sich offensivere Ziele als zuletzt setzen: Der Vizemeister strebt den Titel an.

Borussia Dortmund will sich in Zukunft ambitioniertere Ziele setzen. Das verkündete Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Dienstag, nachdem er tags zuvor die abgelaufene Saison gemeinsam mit den Klubgremien analysiert hatte. „In die neue Saison gehen mit wir mit der klaren Maßgabe, dass wir wieder versuchen werden, um die deutsche Meisterschaft zu spielen“, sagte Watzke. Natürlich weiß auch er, dass der FC Bayern München nach wie vor der große Favorit ist: „Nach wie vor trennen uns finanziell Welten“, so der 59-Jährige. „Aber wenn wir das nicht versuchen, wird es noch schwieriger. Also wollen wir es mal versuchen und dann gucken, was wir dafür kriegen.“

In der abgelaufenen Saison, die der BVB auf Rang zwei beendete, hatten die Dortmunder erst nach dem 24. Spieltag den Titel als Ziel ausgegeben – nachdem sie 1:2 beim FC Augsburg verloren und insgesamt neun Punkte Vorsprung verspielt hatten. War das zu spät? „Im Nachhinein, mit dem Wissen von heute, hätten wir vielleicht nach dem Sieg bei RB Leipzig etwas offensiver sein können“, meinte Watzke. Also nachdem mit einem 1:0-Sieg bei einem starken Konkurrenten ein Sieben-Punkte-Vorsprung gewahrt war. „Aber davon müssen alle überzeugt sein“, so Watzke. Und damals waren das nicht alle – auch er nicht zu 100 Prozent.

Nun aber sind die Voraussetzungen andere, nun haben die Bosse nicht mehr den Eindruck, ein fragiles, frisch zusammengestelltes Gebilde als Mannschaft zu haben, von dem sie nicht genau wissen, wie es auf Druck reagiert. Denn zusätzlichen Druck wird die Ansage bringen, und das ist durchaus gewünscht. Die Sinne sollen geschärft werden, die Mannschaft soll fokussierter auftreten, jeder soll sich im Klaren darüber sein, was von ihm erwartet wird.

Mit Schulz kommt ein Nationalspieler

Und die Voraussetzungen sind gut wie lange nicht: Die Basis stimmt, die Mannschaft bleibt weitgehend zusammen.Als einziger Hochkaräter verlässt Christian Pulisic den BVB, der aber ohnehin meist von der Bank kam.

Dafür kommt Nationalspieler Nico Schulz von der TSG Hoffenheim, was der BVB am Dienstag bestätigte. Der Linksverteidiger kostet nach Informationen dieser Redaktion 25 Millionen Euro, auch inklusive Boni bleibt die Summe deutlich unter 30 Millionen. Dafür wird mit größter Wahrscheinlichkeit Thorgan Hazard von Borussia Mönchengladbach kommen. Der Transfer ist im Wesentlichen ausverhandelt, auch Hazard wird den BVB 25 Millionen Euro kosten. Und dafür soll auch Julian Brandt von Bayer Leverkusen kommen.

Und wenn dann alles gut läuft, will man am Saisonende einen Korso nicht nur planen, wie man es in diesem Jahr tat – sondern auch endlich einmal wieder mit der Meisterschale um den Borsigplatz fahren.

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