Watzke

BVB-Boss Watzke sieht Schalke "besser als viele glauben"

BVB-Boss Watzke glaubt, dass Trainer David Wagner Schalke voranbringt.

BVB-Boss Watzke glaubt, dass Trainer David Wagner Schalke voranbringt.

Foto: Getty

Dortmund.  BVB-Boss Watzke erwartet den Revierrivalen Schalke 04 in der oberen Tabellenhälfte. Gegen den Rekordmeister Bayern setzt er eine kleine Spitze.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans Joachim Watzke sieht eine positive Entwicklung beim Revierrivalen Schalke 04. Dieser werde "besser abschneiden, als viele glauben", sagte der 60-Jährige in der Sendung "Wontorra on Tour" im Sender Sky Sport News HD. Watzke kennt den neuen Schalker Trainer David Wagner noch aus dessen Zeit als Coach der Dortmunder U23. "Im Spiel in Gladbach hat man schon gemerkt, dass er sie ans Laufen kriegt", erklärte Watzke. "Sie pressen sehr stark, spielen sehr zweikampfbetont. Ich sehe Schalke in der ersten Tabellenhälfte."

Eine kleine Spitze gegen Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß aber konnte sich der BVB-Boss nicht verkneifen. Dieser hatte Anfang des Jahres in Bezug auf die Münchener Transferpolitik getönt: "Wenn Sie wüssten, was wir schon sicher haben für die neue Saison." Danach allerdings taten sich die Bayern am Transfermarkt lange schwer. "Ich weiß auch nicht, was sie damals für Vorstellungen hatten", so Watzke. "Im Nachhinein sieht der Satz natürlich etwas schwierig aus."

Watzke: "Die Bayern werden da sein"

Dennoch hat Watzke keine Zweifel: "Die Bayern werden da sein, da können sie sicher sein." Der Rekordmeister habe eine starke Mannschaft. "Und die wird jetzt noch stärker", sagte Watzke über den Transfer von Philippe Coutinho vom FC Barcelona zu den Münchenern. "Fakt ist, dass es der Bundesliga gut tut, wenn so ein Name auftaucht", meinte der BVB-Boss. "Das ist ein außergewöhnlicher Spieler."

Ähnlich positiv denkt Watzke bekanntlich über Mats Hummels, der im Sommer für 30,5 Millionen Euro vom Meister zurückgekehrt war zum Vizemeister. Er habe in den vergangenen drei Jahren immer Kontakt zum Abwehrspieler gehabt, erzählte Watzke. "Und irgendwann hat sich dann ergeben, dass das Fenster aufgeht, dass ich im Gespräch mit Mats das Gefühl hatte: Jetzt will er." Keinesfalls sei der 30-Jährige vor der großen Konkurrenz in München geflüchtet, wie es Bayern-Trainer Niko Kovac erklärt hatte: "Mats Hummels muss sich vor niemandem verstecken", urteilte Watzke. "Dass man das im Nachhinein versucht, so zu erklären, ist normal."

BVB will mit Guerreiro verlängern

Watzke sprach auch über die Gespräche mit Raphael Guerreiro, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft. "Wir möchten gerne verlängern und ihn natürlich nicht abgeben", erklärte Dortmunds Geschäfftsführer. "Da muss aber der Spieler auch mitspielen. Da wird sich etwas klären die nächsten Tage oder Wochen. Es ist auch klar, dass wir auch wirtschaftlich denken müssen." Die klare Zielvorstellung: "Wir wollen, dass er diese Saison beim BVB spielt, wollen dann aber auch, dass er verlängert - sonst wäre er nächstes Jahr ablösefrei."

Man versuche seit Monaten, den Portugiesen zu einer Verlängerung zu bewegen, "aber jetzt kommt es irgendwann zum Schwur, wir können ihn nicht ablösefrei gehen lassen." Watzke weiter: "Wir haben uns angestrengt, haben ein gutes Angebot gemacht und würden uns freuen, wenn er zusagt. Denn mit ihm sind wir einen Tick stärker als ohne ihn."

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