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BVB-Boss Watzke nimmt Trainer Favre in Schutz

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.

Essen.  Borussia Dortmund hat gegen den FC Bayern 0:5 verloren. "Wie wir aufgetreten sind, war indiskutabel“, meint BVB-Geschäftsführer Watzke.

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Viele Stunden waren noch nicht vergangen, nachdem der FC Bayern Borussia Dortmund beim 5:0 (4:0)-Erfolg überrannt hatte, da saßen BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge gemeinsam im TV-Studio bei Sky. Jörg Wontorra hatte zu seinem „Wontorra – der Fußball-Talk“ geladen – und natürlich nagte die bittere Pleite noch an Watzke.

„Du hattest das Gefühl, dass wir nicht da waren“, meinte der 59-Jährige. Der Druck sei zu groß gewesen. „Wir müssen das intern analysieren. Wie wir aufgetreten sind, war indiskutabel.“

Deswegen warnte Watzke auch davor, nun Alibis zu liefern. Die Aufstellung von Trainer Lucien Favre habe nichts mit dem Ergebnis zu tun. „Wenn wir so auftreten wie gestern, kann er aufstellen, wie er will. Wir müssen uns nur anders präsentieren“, erklärte der BVB-Geschäftsführer. Favre hatte gegen Bayern überraschend Marco Reus im Sturmzentrum platziert, zudem durfte sich Mahmoud Dahoud in der Offensive versuchen. Beide Maßnahmen fruchteten nicht. Im Gegenteil: Der BVB war überfordert, ängstlich, mindestens eine Klasse schlechter als der Rekordmeister. Doch Watzke nahm seinen Trainer in Schutz.

BVB-Boss Watzke: "Das gehört zum Reifeprozess, jetzt mit so einer Klatsche umzugehen“

Trotzdem liegt der Revierklub in der Tabelle nun nur einen Punkt hinter den Bayern. Eigentlich ist der Meisterschaftskampf noch offen. Watzke: „Mit der Tabellenführung ist es klar, dass Bayern jetzt der Favorit ist. Klar ist aber, dass nicht beide Mannschaften alle sechs Spiele gewinnen werden. Das Restprogramm ist bei beiden nicht ganz ohne. Das gehört zum Reifeprozess, jetzt mit so einer Klatsche umzugehen.“

Karl-Heinz Rummenigge jedenfalls verkündete schon mal: „Wir werden Meister.“ Denn: „Wir müssen die letzten sechs Spiele im Stil von gestern angehen.“ Seinem immer wieder in der Kritik stehenden Trainer Niko Kovac wollte er aber nicht in Schutz nehmen. „Es gibt keine Job-Garantie bei Bayern München. Für niemanden! Jeder muss liefern, das ist das Prinzip bei Bayern München. Mit diesem Druck muss jeder umgehen können. Weil wer damit nicht umgehen kann, ist beim falschen Klub“, meinte Rummenigge. (las)

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