Kommentar

Borussia Dortmund braucht Mario Götze nicht mehr

Mario Götze grübelt. Der Weltmeister von 2014 steht vor einer ungewissen Zukunft bei Borussia Dortmund.

Mario Götze grübelt. Der Weltmeister von 2014 steht vor einer ungewissen Zukunft bei Borussia Dortmund.

Foto: DPA

Dortmund.  Verlängert Mario Götze seinen Vertrag bei Borussia Dortmund? Es gibt derzeit nur wenig, was darauf hindeutet. Warum auch? Ein Kommentar.

Vielleicht wäre die Rückkehr zu Borussia Dortmund, vielleicht wäre die gesamte Karriere von Mario Götze anders verlaufen, wenn der mittlerweile 27-Jährige nicht an einer Stoffwechselerkrankung gelitten hätte. So aber hat Götze nie wirklich Fuß gefasst im Revier, seitdem er 2016 sein ebenfalls unglückliches Abenteuer beim FC Bayern beendete und wieder zum BVB wechselte. Der Weltmeister von 2014 ist nur noch Ergänzungsspieler. Und es existiert wenig, was darauf hindeutet, dass sich an diesem Status etwas ändern könnte.

Fußballerisch kann Götze zweifellos noch verzücken, den Ball streicheln, Räume öffnen. Das deutet er gelegentlich an, wenn er Zeit und Platz hat. Athletisch aber kann der Offensivkünstler nicht mehr mit den internationalen Anforderungen mithalten, auch wenn er seine Krankheit mittlerweile überwunden hat, an sich arbeitet. Götze fehlt es an Tempo, an Power. Dinge, die im immer schneller werdenden Spiel fast wichtiger geworden sind als die Fertigkeiten mit dem Spielgerät. Deswegen setzt BVB-Trainer Lucien Favre seinen Hochbegabten häufig nur auf die Bank.

Die BVB-Beziehung zwischen Favre und Götze ist kompliziert

Natürlich ist die Beziehung von Favre und Götze deswegen eine komplizierte. Doch es lässt sich vermuten, dass Götze aufgrund seiner fehlenden Athletik auch bei anderen Trainern seine Probleme hätte. Fest steht: Ein Leistungsträger wird er im schwarz-gelben Trikot nicht mehr werden. Nur verdient er derzeit wie einer.

BVB-Vertrag von Götze läuft 2020 aus

Deswegen will der BVB seinen 2020 auslaufenden Vertrag nicht zu den gegebenen Konditionen verlängern. Die Sport Bild schreibt nun, dass die Gespräche auf das kommende Jahr vertagt sind. Nach den Informationen dieser Redaktion wachsen intern die Zweifel an Götze. Dieser will zunächst abwarten, wie sich seine sportliche Perspektive im Revier entwickelt. Wer die Situation allerdings ehrlich analysiert, kann nur zu dem Schluss kommen: Borussia Dortmund braucht Götze nicht mehr.

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