Kommentar

Auch der BVB setzt den FC Bayern bei Transfers unter Druck

Bosse beim Händeschütteln: Karl-Heinz Rummenigge (FC Bayern) und Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund).

Bosse beim Händeschütteln: Karl-Heinz Rummenigge (FC Bayern) und Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund).

Foto: firo

Dortmund.  Der FC Bayern gibt sich gelassen. Dabei muss der Kader noch verstärkt werden. Und noch ist kein wirkliches Konzept zu erkennen. Ein Kommentar.

Es ist schon bemerkenswert, wie gelassen sich die Verantwortlichen des FC Bayern derzeit geben. Obwohl der Klub mit Franck Ribéry und Arjen Robben zwei Anführer verliert. Obwohl mit Mats Hummels ein erfahrener Innenverteidiger kurz vor der Rückkehr zu Borussia Dortmund steht. Obwohl mit Jerome Boateng ein weiterer Verteidiger beleidigt knatscht. Für die Bayern-Bosse: kein Problem. Die großen Transfers, so die Ankündigung, werden noch folgen. Nur wann? Und wie?

Der FC Bayern muss Leroy Sané öffentlich pudern

Noch immer scheint beim größten deutschen Klub die Überzeugung zu herrschen, dass die Wunschspieler schon kommen werden, wenn der Rekordmeister ruft. Dabei führt der Karriereweg der besten Bundesliga-Profis nicht mehr zwangsläufig in Richtung Süden. Ein Nationalspieler wie Leroy Sané wäre vor einigen Jahren wohl fast automatisch in München gelandet. Nun muss er schon öffentlich gepudert werden, damit er von Manchester City vielleicht noch wechselt. Die absoluten Topstars werden eh von andere Vereinen mit noch größeren Geldsäcken gelockt.

Genau mit denen will sich der FC Bayern aber messen. Deswegen braucht er eine Transferpolitik mit Weitblick, mit Kreativität – auch eine Idee, wie zukünftig Fußball gespielt werden soll. Bislang ist diese nicht zu erkennen. Zudem geht Trainer Niko Kovac angeschlagen in die kommende Spielzeit.

Die Konkurrenz des FC Bayern wird stärker

Das muss noch nichts heißen. Natürlich tummeln sich in München großartige Fußballer. Natürlich bleibt noch viel Zeit. Aber die Konkurrenz wird stärker. Im Ausland. Und auch in Deutschland, wo der BVB gerade dabei ist, die selbsterkannten Schwachstellen auszubessern. Sie können sich also noch so gelassen geben, in Wirklichkeit stehen die Bayern unter Druck.

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