Kommentar

Bei den Bayern liegen die Nerven schon wieder blank

Bayerns Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge.

Bayerns Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge.

Foto: Lino Mirgeler / dpa

Essen.  Trotz des Sieges in der Champions League in Piräus hält Klub-Boss Rummenigge eine Brandrede: Ob die den FC Bayern weiterbringt? Ein Kommentar.

Bankette des FC Bayern haben von Zeit zu Zeit einen großen Unterhaltungswert. Erinnern wir uns an den März 2001, als der damalige Bayern-Präsident Franz Beckenbauer nach dem 0:3 bei Olympique Lyon den Auftritt seines Teams als den einer „Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft“ bezeichnete. Es sei „reiner Altherren-Fußball“ gewesen.

Rummenigge kritisiert die Mannschaft

In der Nacht zum Mittwoch ergriff der Münchener Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei Lachs an Champagnersoße und Sevruga-Kaviar das Mikrofon und kritisierte seine Mannschaft trotz des dritten Sieges im dritten Spiel der Champions-League-Gruppenphase. Bei den Bayern liegen die Nerven blank. Nicht erst seit der erfolgreichen aber auch dürftigen Vorstellung in Piräus.

Zerrissenheit in München wird deutlich

Die Gereiztheit in München ist durch die schwere Verletzung von Lucas Hernández noch gestiegen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat den französischen Verband angegriffen, weil der Abwehrspieler im Nationalteam eingesetzt wurde. Die Zerrissenheit in München wird auch daran deutlich, denn Bayern-Trainer Niko Kovac hatte sich sogar für den Einsatz von Hernández bei den Franzosen bedankt. Und letztlich lenkt Salihamidzic nur von eigenen Fehlern ab, denn der Bayern-Anzug ist auf Kante genäht.

Die Position von Kovac ist weiter geschwächt. Rückendeckung darf er nur dann erwarten, wenn die Bayern in der Liga ihre Position verbessern. So einfach und doch so schwer ist es in München. Aber nichts ist unmöglich: Einige Wochen nach Beckenbauers Brandrede in Lyon wurde der FC Bayern Champions-League-Sieger 2001.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben