FC Bayern

Bayern-Sportdirektor Salihamidzic: "Wir wollen einiges tun"

Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Porto Cervo.  Die Personalie Mats Hummels überstrahlt vieles. Verlässt er nun den FC Bayern? Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat noch einiges vor.

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Unter der Sonne Sardiniens gab sich Hasan Salihamidzic ganz entspannt. "Wir müssen gelassen sein. Auf dem Transfermarkt muss man geduldig sein, warten und sehen, was möglich ist", sagte der Sportdirektor des FC Bayern München bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung an der Costa Smeralda. In dem am Wochenende von mehreren Internetportalen veröffentlichten Video versicherte Salihamidzic: "Wir wollen einiges tun." Diese Aussage könnte sowohl für weitere Zu- als auch Abgänge gelten.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister hat bisher Lucas Hernández (23) von Atlético Madrid für 80 Millionen Euro Ablöse, den Stuttgarter Benjamin Pavard (23) für 35 Millionen und HSV-Youngster Jann-Fiete Arp (19) für drei Millionen verpflichtet. Der zuvor ausgeliehene James Rodríguez kehrt zu Real Madrid zurück, der Brasilianer Rafinha wechselt in seine Heimat zu Flamengo Rio de Janeiro. Arjen Robben und Franck Ribéry haben noch keine neuen Vereine.

Innenverteidiger Mats Hummels steht vor einer Rückkehr zu Borussia Dortmund. Sollte er die Münchner verlassen, blieben in Niklas Süle (23), Hernández und Pavard drei Innenverteidiger. Hummels' Weltmeister-Partner von 2014, Jérôme Boateng, wurde von Patron Uli Hoeneß ein Wechsel empfohlen. "Ich werde hier bestimmt nicht wegrennen. Situationen verändern sich schnell", hatte der 30-Jährige nach dem Saisonende dem «Kicker» gesagt. Mit einer Rolle als Ersatzmann kann sich Boateng aber nicht anfreunden.

Rodrigo gilt als Bayern-Kandidat

Javi Martínez (30) kann neben seiner Position im defensiven Mittelfeld auch in der Innenverteidigung aushelfen. Als Bayern-Kandidat gilt angeblich Rodrigo (22) vom spanischen Vizemeister Atlético Madrid. Ein Austausch zwischen beiden Vereinen soll dem «Kicker» zufolge stattgefunden haben. Die Ablöse wird auf rund 70 Millionen Euro geschätzt.

Hoeneß hatte sich bei der Double-Party Ende Mai nicht auf eine finanzielle Schmerzgrenze für weitere Transfers festgelegt. Erst einmal solle Salihamidzic passende Spieler finden, "und dann reden wir über das Geld", sagte der Präsident des FC Bayern. Da hatte Hoeneß schon längst eine Transferoffensive angekündigt, die die bisherigen Grenzen beim FC Bayern sprengen soll. "Wir sind gerade dabei, unsere Mannschaft zu verjüngen. Das ist das größte Investitionsprogramm, das der FC Bayern je hatte", sagte er Ende März.

Beim Transferprojekt Leroy Sané (23) hatte sich Hoeneß jedoch skeptisch gezeigt. "Es geht um Beträge, die sind Wahnsinn", sagte er. Die Münchner umwerben den Offensivspieler, der bei Manchester City aber bis Ende Juni 2021 gebunden ist.

Thomas Müller hat ein lukratives China-Angebot

Wie die ebenfalls aus der Nationalmannschaft ausgemusterten Hummels und Boateng musste sich auch Thomas Müller beim FC Bayern in dieser Saison mit einer Bankrolle arrangieren - zumindest vorübergehend. Von einem Angebot mit verführerischem Gehalt aus China für den Ur-Bayer schrieb der «Kicker» am Montag. Doch ein Abschied Müllers, seit 2000 an der Säbener Straße aktiv, ist unvorstellbar. Erst recht nach China. (dpa)

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