Spielbericht

RB Leipzig nach Sieg gegen FC Augsburg auf Platz zwei

Leipzigs Naby Keita (r.) setzt sich gegen Augsburgs Daniel Baier durch.

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Leipzigs Naby Keita (r.) setzt sich gegen Augsburgs Daniel Baier durch. Foto: dpa

Leipzig.  RB Leipzig hat die Konkurrenz im Kampf um die Champions-League-Plätze unter Zugzwang gesetzt. Die Sachsen besiegten den FC Augsburg mit 2:0.

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Es ist doch nichts für die Ewigkeit. Gegentreffer schienen in dieser Saison zu RB Leipzig zu gehören wie das Logo des Hauptsponsors auf der Trikotbrust, vor allem die nach ruhenden Bällen. Und dann das: kein Gegentreffer im Spiel gegen den FC Augsburg, stattdessen zwei eigene Tore nach ruhenden Bällen. Eines nach Ecke durch Dayot Upamecano (17.), das zweite ein Freistoß von Naby Keita (70.) – und vollbracht war Freitagabend der siebte Heimsieg der Saison, mit dem RB für eine Nacht auf den zweiten Tabellensprang emporklettert.

Kaum zu glauben. Vor der Winterpause waren die Sachsen auf dem besten Weg, sich zur Schießbude der Liga zu entwickeln. Und jetzt sind es schon zwei Partien en suite zu Null. Aber Coach Ralph Hasenhüttl hat hart mit seinem Kader an dem dürftigen Abwehrverhalten gearbeitet. Und als dann am Freitagmorgen die feinfüßigen Diego Demme und Marcel Sabitzer sich erkältet abmeldeten, halfen Grippeviren mit, die besten Tugenden aus der Vorsaison auf den Rasen zu bringen. Yussuf Poulsen und Stefan Ilsanker nämlich rutschten für die beiden in die Startelf rutschten, die dem Spiel der Leipziger von Beginn an eine wuchtige Note verpassten.

Wuchtig heißt bei Leipzig: wenig Ballbesitz, dafür viel laufen, pressen, draufgehen, wuseln, den Gegner kirremachen und schnörkellos umschalten. Hasenhüttl ist davon eigentlich gar nicht mehr so angetan, weil so viele Mannschaften sich hinten reinstellen und mit Querschlägern das Pressing aushebeln.

Upamecano erzielt Führungstreffer

Augsburg aber wollte mitspielen – und musste das früh mit dem Gegentor bezahlen. Nach einer Viertelstunde zog Leipzig das Tempo urplötzlich an, setzte Augsburg vielbeinig unter Druck, zwang den Gegner zu Fehlern und nach einer ersten Schusschance durch Timo Werner (16.), versenkte Dayot Upamecano eine zweite Welle der nachfolgenden Ecke von Kevin Kampl im Augsburger Netz (17.).

Der Gegentreffer saß, Augsburg war auf ein frühes Tor offenbar nicht vorbereitet, denn die Elf von Coach Manuel Baum brauchte lange, um das 0:1 aus dem Kopf zu schütteln. Einmal nur kamen sie gefährlich in den Leipziger Strafraum. Michael Gregoritsch bekam einen Ball vor die Füße gespielt, verstolperte die Vorlage aber (33.).

RB-Towart Gulacsi pariert Schuss von Baier

So lief das für den FCA auch in Halbzeit zwei. Der Tabellensiebte hatte nur eine Chance, es war ein Fernschuss von Daniel Bayer, den RB-Towart Peter Gulacsi langgestreckt entschärfte (67.). Alle anderen Gelegenheiten ergaben sich für Leipzig. Werner hatte die erste, sein Sprint endete mit einem, Schuss in Hitz’ Beine (53.), eine zweite lenkte Caiuby aufs Tordach (56.), eine dritte versenste Werner im Fünfmeterraum (59.).

Aber 1:0 – das reichte in der Vergangenheit selten für die Sachsen, um ein Spiel nach Hause zu bringen. Aber sie haben ja trainiert im Winter, und sind gereift. Sie stürmten nicht kopflos, sondern clever. Ließen Augsburg kommen und sie warteten geduldig, bis sich was ergab. Ergeben nämlich tut sich im Fußball eigentlich immer was. Und wenn es ein ruhender Ball ist. Ein Freistoß brachte den Sieg. Es war ein Freistoß aus 20 Metern, den Naby Keita abgefälscht von Martin Hinteregger im Augsburger Netz versenkte (70.).

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