Interview

"Es tut mir weh": Mario Basler leidet mit Werder Bremen

Ex-Nationalspieler Mario Basler wünscht seinem Ex-Klub Werder Bremen den Klassenerhalt.

Ex-Nationalspieler Mario Basler wünscht seinem Ex-Klub Werder Bremen den Klassenerhalt.

Foto: dpa

Essen.  Werder Bremen muss um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga bangen. Auch der ehemalige Star-Spieler Mario Basler macht sich Sorgen.

Der SV Werder Bremen befindet sich im freien Fall in die 2. Bundesliga. Auch Mario Basler (51) macht sich Sorgen um seinen Ex-Klub. Zwischen 1993 und 1996 bestritt der ehemalige deutsche Nationalspieler 121 Pflichtspiele (44 Tore, 39 Vorlagen) für die Hanseaten und feierte große Erfolge. Basler holte mit Bremen den DFB-Pokal im Jahr 1994 und wurde 1995 mit Werder Deutscher Vizemeister. FUNKE Sport hat mit Basler gesprochen.

Mario Basler, machen Sie sich Sorgen um den SV Werder Bremen?

Natürlich! Ich leide aktuell wirklich wie ein Hund. Werder habe ich tief in meinem Herzen. Es tut mir weh, wenn ich sehe, was da passiert. Und am meisten tun mir die Fans und der Trainer leid.

Also würden Sie an Florian Kohfeldt weiter festhalten?

Auf jeden Fall. Er macht doch einen tollen Job. Er lebt Werder Bremen und leidet mit. Was soll man dem Mann vorwerfen? Er kann doch nichts dafür, wenn der Verein es in den letzten Jahren einfach verpasst hat in Füße statt Steine zu investieren. Bei Werder war zuletzt immer die Infrastruktur wichtiger. Es wurde beinahe schon zu seriös, zu vorsichtig gewirtschaftet. Es wurden keine guten Spieler geholt. Wenn man heute mithalten will, dann muss man auch Geld in die Hand nehmen. Ich bin mir sicher, dass da in der Kasse auch viel drin ist. Aber das ist eben das Werder-Gen: besser ist es zu sparen als zu investieren.

Spart man sich so in die 2. Bundesliga?

Das wäre für Werder Bremen ein Schock. Es ist ja nicht einfach, aus der 2. Bundesliga wieder herauszukommen. Aber so weit sind wir noch nicht. Ich glaube immer noch, dass es Werder packt. Aber die Spiele werden weniger und schwieriger. So ein Ding wie gegen Union Berlin musst du gewinnen.

Was würde ein Abstieg für Bremen bedeuten?

Im ersten Jahr ist es vielleicht kein großes Problem. Man hat sich ja Geld in der Bundesliga angefuttert. Aber dann musst du auch sofort wieder hoch. Sonst kann es sein, dass du in der 2. Bundesliga stecken bleibst. Das haben schon viele andere Klubs erlebt. Die Gefahr in Bremen ist dann da, dass sich die Verantwortlichen mit der 2. Bundesliga zufrieden geben und sagen, dass Werder erst einmal ein Zweitligist ist. Ich wünsche den Fans und Florian Kohfeldt, dass es am Ende doch noch klappt und Werder nicht absteigt.

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