Kommentar

Der Realitätsverlust des Uli Hoeneß ist alarmierend

Uli Hoeneß, Bayern-Präsident, sorgte erst zuletzt mit seiner Medienschelte für Aufsehen.

Uli Hoeneß, Bayern-Präsident, sorgte erst zuletzt mit seiner Medienschelte für Aufsehen.

Foto: dpa

München  Nach dem 2:0 des FC Bayern München gegen AEK Athen irritiert Präsident Uli Hoeneß mit neuen seltsamen Äußerungen. Ein Kommentar.

Die Erdung währte nicht lange. Kurz gab sich Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern, tatsächlich kleinlaut, als er sich nach dem schmeichelhaften 2:0 gegen Athen für seine Kritik an Juan Bernat entschuldigte und den BVB zum Favoriten für das Ligaspiel erklärte. Dann aber redete er so seltsam weiter wie schon in den vergangenen Wochen.

Er sprach von einem Umbruch, der in München im Gange sei, obwohl Niko Kovac jede Woche die Elf mit dem höchsten Durchschnittsalter der Bundesliga aufstellt. Schließlich stritt er sich mit einem Journalisten, der ihn danach fragte, ob er Platz drei in der Liga nicht als kritisch für die Bayern sähe. Hoeneß behauptete frech, Bayern sei doch Zweiter. Den dezenten Hinweis, in der Tabelle stünde Gladbach auf Platz zwei, fegte Hoeneß mit der Bemerkung weg: „Das Torverhältnis interessiert mich nicht.“

Auch die eigenen Fans wenden sich ab

Auch dieser Satz weist auf einen Realitätsverlust hin. Hat Hoeneß, haben die Bayern komplett die Bodenhaftung verloren? Auch die Superliga-Pläne sprechen dafür.

Es ist alarmierend, dass sich immer mehr Bayern-Fans immer weniger mit dem Treiben ihrer Klub-Oberen identifizieren können. Hoeneß täte nicht nur sich einen Gefallen, wenn er künftig mehr darüber nachdenken würde, was er sagt.

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