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Boateng antwortet auf Funkel-Kritik: "Finde das respektlos"

Jerome Boateng ist seit Jahren Stammspieler in der Bayern-Abwehr.

Jerome Boateng ist seit Jahren Stammspieler in der Bayern-Abwehr.

Foto: Bongarts/Getty Images

Essen  Düsseldorf-Trainer Friedhelm Funkel kritisierte Jerome Boateng nach dem 3:3 der Fortuna beim FCB. Jetzt gab der Innenverteidiger die Antwort.

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Verteidiger Jerome Boateng vom Fußball-Rekordmeister FC Bayern München hat auf die Aussagen von Fortuna Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel nach dem 3:3 vor einer knappen Woche reagiert. Funkel hatte im Anschluss an das Remis seiner Fortuna in München den Bayern-Trainer Niko Kovac in Schutz genommen und gleichzeitig Nationalspieler Boateng hart kritisiert. Der 64-Jährige sagte im Interview auf "Sky": "Da kann kein Trainer der Welt etwas dafür, wenn der Boateng auf Abseits spielt, weil er vielleicht zu bequem ist hinterherzulaufen beim 2:2. Das ist ein Weltklassespieler, und das darf einfach nicht passieren."

Bei einem Fanclub-Treffen in Potsdam gab Boateng nun gegenüber dem "Sportbuzzer" die Antwort auf Funkels Aussagen. Boateng erklärte: "Ich finde das schon ein bisschen respektlos vom gegnerischen Trainer. Ich frage ja auch nicht, wenn er 0:6 oder 0:7 gegen Dortmund verliert, ob er seine Mannschaft nicht im Griff hat." Zwar hat die Fortuna in dieser Saison noch nicht gegen den BVB gespielt, aber eine Klatsche gab es schon: ein 1:7 bei Eintracht Frankfurt am 19. Oktober.

Funkel kommentierte Boatengs Reaktion gegenüber der "Rheinischen Post" mit den Worten: "Ich weiß gar nicht, was Boateng da genau gesagt hat, und es interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht. Das will ich gar nicht kommentieren. Ich habe in München nur Fakten benannt, die ohnehin jeder gesehen hat."

Bayern-Abwehr um Boateng schwächer als in den Vorjahren

Boateng musste sich in dieser Saison auch von Fanseite Kritik gefallen lassen, schließlich ist der 30-Jährige - genau wie viele seiner Kollegen - nicht in der Form der letzten Jahre, als Bayern reihenweise souveräne Meisterschaften einfuhr. Derzeit liegt der FCB nur auf Rang vier und hat bereits neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer Borussia Dortmund. Die Defensive um Boateng hat in der Bundesliga bereits 18 Gegentreffer zugelassen. Zum Vergleich: Bei der Meisterschaft 2014/15 kassierte Bayern 18 Gegentore in der ganzen Saison, im Folgejahr sogar eines weniger. Auch damals war Boateng Stammspieler.

Von Bundestrainer Joachim Löw war der Innenverteidiger zuletzt nicht berufen worden, offiziell erhielt er eine Pause. Löw verriet: "Ich habe ihm gesagt, dass wir auch auf seiner Position viele Alternativen haben, gerade mit jüngeren Spielern."

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