Schalke

Ex-BVB-Trainer Klopp empfahl Wagner Schalke-Job

Seit vielen Jahren Freunde: Jürgen Klopp (l) und David Wagner.

Seit vielen Jahren Freunde: Jürgen Klopp (l) und David Wagner.

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Ausgerechnet der ehemalige Trainer des Erzrivalen riet David Wagner zum S04-Traineramt: "Er sagte, dass Schalke absolut zu mir passt."

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David Wagners Entscheidung für den Cheftrainer-Posten beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 liegt zum Teil ausgerechnet auch am früheren Coach des Schalker Erzrivalen Borussia Dortmund. Vor seinem Engagement auf Schalke bat Wagner auch seinen Kumpel Jürgen Klopp um Rat. "Kloppo sagte, dass Schalke absolut zu mir passt. Es ist schließlich ein hoch emotionaler Club, mit Leidenschaft und Wucht. Jetzt schauen wir mal, ob er recht hat", sagte Wagner in einem Sport1-Interview.

Der 47 Jahre alte Wagner spielte vor seiner Profi-Zeit auf Schalke (1995-1997) zusammen mit Klopp beim FSV Mainz 05. In der vergangenen Saison waren beide in der englischen Premier League beschäftigt: Klopp beim Champions-League-Sieger FC Liverpool, Wagner bis zum Jahresbeginn beim späteren Absteiger Huddersfield Town.

Vor seinem Engagement auf Schalke beschäftigten Wagner auch die vielen Trainerwechsel in den vergangenen Jahren bei den Königsblauen. "Die hohe Trainer-Fluktuation ist natürlich Fakt und dafür kann ich kein Gegenargument liefern. Nichtsdestotrotz finde ich diese Aufgabe unglaublich spannend und habe wahnsinnig Lust auf Schalke. Die Schwere der Aufgabe ist mir bewusst und ich weiß auch um die Halbwertszeit eines Bundesliga-Trainers, nämlich weniger als ein Jahr", räumte Wagner ein.

Wagner fordert Zusammenhalt

Der neue Trainer will nach einer frustrierenden Saison ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln. "Es geht um Kontinuität und darum, sich als Gemeinschaft, als Gruppe zu verstehen. Damit meine ich nicht nur die Mannschaft und das Team um die Spieler, sondern alle, die für diesen Verein arbeiten. Jeder Mitarbeiter soll alles aus sich rausholen für Schalke."

Der 47-Jährige will sich dabei die Fans der Königsblauen zum Vorbild nehmen. "Schalkes Anhänger leben uns eigentlich vor, um was es geht. Wenn etwas in diesem Stadion in der Vergangenheit konstant herausragend war, dann waren es die Fans auf der Tribüne. Sie zeigen, wie man Schalke lebt, nämlich leidenschaftlich und emotional und von Zusammenhalt geprägt", sagte er. (sid/dpa)

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