Eishockey

Ausgeruhte Roosters legen wieder los - Möser vor Debüt

Stürmer Daniel Weiß (re.) steht erstmals seit Anfang Oktober wieder im Roosters-Kader.

Stürmer Daniel Weiß (re.) steht erstmals seit Anfang Oktober wieder im Roosters-Kader.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.  Ingolstadt und Berlin sind die ersten Gegner der Iserlohn Roosters nach der kurzen Pause. Adler-Leihgabe Janik Möser steht vor seinem Debüt.

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Zwölf Tage lang ruhte der Spielbetrieb in der DEL wegen des Deutschland-Cups. Die Roosters nutzten diese Pause um die Akkus wieder aufzuladen. Trainer Jason O’Leary zum Beispiel besuchte Berlin und seine Familie in der Schweiz. Seit Montag bereitet er die Mannschaft auf die beiden kommenden Aufgaben vor – am heutigen Freitagabend gastiert der ERC Ingolstadt am Seilersee und am Sonntag geht es für O’Leary schon wieder in die Hauptstadt. Dort steht das Duell mit den Eisbären an.

„Ich freue mich, dass es jetzt wieder losgeht, aber auch die Pause war wichtig für uns, weil wir zuvor viele Spiele hatten“, sagt der Kanadier, dem so viele Spieler zur Verfügung stehen wie seit Wochen nicht mehr. Vom jüngsten Ausfall-Trio Jake Weidner, Daniel Weiß und Daine Todd muss sich nur noch Weidner etwas gedulden. Stattdessen deutet alles darauf hin, dass der während der Länderspielpause von den Adlern Mannheim ausgeliehene und vielseitig einsetzbare 24-jährige Janik Möser im Roosters-Trikot debütieren wird. „Janik kann davon ausgehen, dass er zum Einsatz kommt“, sagt O’Leary. „Er bringt im Training super Leistungen, er ist hungrig und auch menschlich top.“

Janik Möser fühlt sich wohl in seiner neuen Umgebung

Sein neuer Schützling hat sich am Samstag in Iserlohn niedergelassen. Die ersten Eindrücke von Stadt und Mitspielern sind gut. „Ich bin herzlich empfangen worden. Die Jungs sind sehr offen und haben es mir leicht gemacht hier anzukommen.“ Die Roosters beschreibt er als ein Team, das kämpft und mit Herz spielt. „Das hat man ja vor einigen Wochen beim Spiel in Mannheim gesehen“, sagt Möser, der in diesem Duell – wie so häufig in dieser Saison – nicht eingesetzt wurde. Kurz darauf kam der Kontakt mit den Roosters zustande. „Jason O’Leary hat mir seine Philosophie erklärt, wenig später habe ich dann auch mit Christian Hommel gesprochen.“ In welcher Reihe sich Möser, der auch in Mannheim geboren wurde, zunächst wiederfinden wird, wollte O’Leary am Donnerstag noch nicht verraten. Ebenso ließ er offen, wer heute Abend das Tor hüten wird.

Beim Blick auf die Gegner bleibt er sich treu. Über Berlin wird erst gesprochen, wenn das Ingolstadt-Spiel vorbei ist. Von den Bayern hat er eine durchaus hohe Meinung: „Die spielen schnell und offensiv.“ Aber der ERC ist längst keine Übermannschaft, das Team von Trainer Doug Shedden hat lediglich drei Punkte mehr eingeheimst als die Roosters, die mit 20 Zählern auf Rang zehn stehen. Und richtig gezündet hat Ingolstadts Offensive bislang auch noch nicht. 46 Tore wurden erzielt, das sind nur sechs mehr als die Roosters geschossen haben. Irgendwo müssen beim Gegner also Schwächen zu finden sein, die es auszunutzen gilt. Auf sie wollte Jason O’Leary allerdings nicht näher eingehen. „Auf die Schwächen des Gegners schaue ich nicht besonders viel. Wir haben genug Baustellen.“ Nach wie vor sind ihm die Disziplin seines Teams und die Chancenverwertung ein Dorn im Auge. Wichtig werde es zudem sein, die Scheibenverluste zu reduzieren. „Das ist der Unterschied zu den guten Mannschaften – die spielen konstant.“

Im ersten Vergleich: Sieg gegen Berlin, Schlappe gegen den ERC

Mit Ingolstadt und Berlin hat es in dieser Saison bereits jeweils einen Vergleich gegeben. Gegen den ERC setzte es vor knapp einem Monat eine vermeidbare 0:3-Heimniederlage, damals gab Alexandre Grenier sein Debüt im Iserlohner Trikot. Besser sind die zwei Wochen weiter zurückliegenden Erinnerungen an die Eisbären, die dank einer überragenden Leistung von Torwart Anthony Peters und eines Doppelpacks von Mike Hoeffel mit 3:1 besiegt wurden – es war der erste Heimsieg dieser Saison.

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