Fortuna Düsseldorf

Düsseldorf: Arbeitssieg fürs Selbstvertrauen

Mit links ins Glück: Rouwen Hennings sichert Fortuna Düsseldorf vom Elfmeterpunkt drei Punkte.

Mit links ins Glück: Rouwen Hennings sichert Fortuna Düsseldorf vom Elfmeterpunkt drei Punkte.

Foto: mago images/Horstmüller

Düsseldorf.  Durch das 1:0 gegen Sandhausen verkürzt Düsseldorf den Abstand auf die Spitze. Hennings erlöst den Zweitligisten, der noch Luft nach oben hat.

Rouwen Hennings weiß genau, wo Fortuna Düsseldorf noch Verbesserungspotenzial hat. „Nach vorne hätten wir einige Chancen besser ausspielen müssen, da drückt der Schuh wohl noch am allermeisten“, sagte Hennings nach dem 1:0-Heimerfolg des Zweitligisten über den SV Sandhausen. Bis es aus dem Spiel heraus mit dem Tor klappt, muss die Fortuna eben das Erfolgserlebnis über eine Standardsituation erzwingen. Und auch hier weiß Hennings, wie es geht.

Routinier Hennings übernimmt die Verantwortung

Nach einem Foul an Düsseldorfs Verteidiger Kevin Danso übernahm der 33 Jahre alte Routinier aus elf Meter Verantwortung. Es folgte ein strammer Schuss mit links in die untere rechte Ecke – der Siegtreffer in einem umkämpften Spiel (59.). „Um voranzukommen, ist das Selbstvertrauen, dass man durch Siege bekommt, nicht zu unterschätzen“, sagte Hennings. „Deswegen waren die drei Punkte heute sehr, sehr wichtig.“

Der Blick der Düsseldorfer kann damit langsam aber sicher wieder in Richtung der Tabellenspitze gehen. Nach einem Fehlstart in die Saison, als die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler gegen die Aufstiegskonkurrenz um den Hamburger SV, Holstein Kiel und Hannover 96 allesamt verloren hat, fand sich die mit großen Ambitionen angetretene Fortuna plötzlich am Ende der Tabelle wieder.

Viele Fehlpässe auf beiden Seiten

Mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien hat sich das Blatt zumindest ein klein wenig gewendet. Rösler weiß aber, dass der Weg in die Spitzengruppe noch weit und beschwerlich ist. „Dieser Sieg tut uns gut, kann aber nur der Anfang sein. Wir müssen uns im Ballbesitz und spielerisch verbessern“, sagte der Chefcoach der Düsseldorfer.

Vor allem die Anfangsminuten der Partie gegen Sandhausen gehörte eher zur Kategorie „schwere Kost“. Beide Teams leisteten sich auffällig viele Fehlpässe, konnten sich bei schwierigen Platzverhältnissen kaum Abschlüsse herausspielen. Die Gäste aus Baden-Württemberg kamen dann jedoch immer besser ins Spiel.

Denis Linsmayer hatte die erste Chance für Sandhausen. Auf der Gegenseite scheiterten Düsseldorfs Kelvin Ofori (24./44.) und Kristoffer Peterson (33.) zunächst an Torwart Martin Fraisl. Nach der Pause agierte die Fortuna entschlossener, doch erst Hennings erlöste den Bundesliga-Absteiger mit seinem zweiten Saisontreffer.

Neuzugang Edgar Prib beschrieb das Ergebnis als „Kampfsieg“. Fast gelang dem Ex-Hannoveraner beim Liga-Debüt sogar noch ein Tor, doch Sandhausens Schlussmann Fraisl vereitelte zehn Minuten vor Schluss die beste Konterchance der Hausherren. Der Sieg gebe dennoch „Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“, so Prib.

Drei Punkte hinter Relegationsrang

Trainer Rösler lobte nach dem Spiel die Verteidigung – wohlwissend, dass es in der Offensive noch an der einen oder anderen Stellschraube zu drehen gilt. „Der Schlüssel zum Erfolg war heute unsere Viererkette – speziell unsere Innenverteidiger haben es überragend gemacht“, sagte der 52 Jahre alte Fußballlehrer.

Durch den dritten Saisonsieg rückt die Fortuna auf den achten Tabellenplatz vor, der SC Paderborn auf dem Relegationsrang ist nur noch drei Zähler entfernt.

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