Kommentar

Die Champions League profitiert von Überraschungsmannschaften

Die Siegertrophäe der UEFA Champions League steht im UEFA Hauptquartier in Nyon in der Schweiz.

Die Siegertrophäe der UEFA Champions League steht im UEFA Hauptquartier in Nyon in der Schweiz.

Foto: dpa

Offenbach.  Die DFL stellt sich gegen die Reform der Champions League. Der Wettbewerb und die Bundesliga würden durch die Änderung verlieren: Ein Kommentar.

Theoretisch könnte sich jeder Kreisliga-Fußballer für die Champions League qualifizieren. Dazu müsste er sich gemeinsam mit seiner Mannschaft noch etwas mehr als gewohnt anstrengen, so Aufstieg an Aufstieg reihen und am Ende sogar in der Bundesliga für Furore sorgen. Vom Aschenplatz in die Königsklasse.

Nun wird diese Aufstiegsgeschichte natürlich ein Märchen bleiben. Und doch ist es eine der Stärken des Profifußballs, dass er die Sensation in der Theorie noch zulässt. Dass der Fan eines jeden Klubs von einem Wunder träumen kann. Dies würde sich verändern, wenn der Europapokal in einem Ligensystem nur noch um sich selbst kreist.

Die Champions League profitiert von Überraschungsmannschaften

Dass die DFL etwas dagegen hat, ist klar. Die Bundesliga würde an Attraktivität verlieren. Der kommende Spieltag zieht seine Spannung auch daraus, dass die Titelkonkurrenten Bayern und Dortmund mit Frankfurt und Gladbach auf Gegner treffen, für die es noch um die Champions League geht. Doch auch die Uefa sollte etwas gegen die Reformvorschläge haben. Denn letztlich profitiert die Königsklasse von den Überraschungsmannschaften, die für etwas Farbe im Klub der Großen sorgen.

Generell verdienen schon im bestehenden System sehr viele Menschen sehr viel Geld. Dies tun sie auch deswegen, weil die Hoffnung auf ein Wunder die Faszination in den Fußball stärkt. Dies sollten sie nicht gefährden.

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