Borussia Dortmund

BVB bangt vor Derby um Piszczek und Wolf – Zagadou fehlt

BVB-Profi Lukasz Piszczek (links) in München mit Trainer Lucien Favre.

BVB-Profi Lukasz Piszczek (links) in München mit Trainer Lucien Favre.

Dortmund.  Dem BVB droht im Derby gegen Schalke der Ausfall der Rechtsverteidiger Piszczek und Wolf. Das würde einen erheblichen Engpass bedeuten.

Der kurze Moment der Verwirrung klärte sich schnell: Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre war zwei Tage vor dem Derby gegen Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr/ARD und Sky) nach dem Gesundheitszustand seiner Spieler gefragt worden, und hatte diese Frage recht umfassend beantwortet: „Dan-Axel Zagadou wird nicht dabei sein. Bei Lukasz Piszczek und Marius Wolf warten wir morgen ab – aber es wird schwer für Lukasz, zum Kader zugehören.“

Wenig später erklärte der 61-Jährige dann: „Piszczek ist definitiv nicht dabei und wir hoffen, dass Marius Wolf bereit sein wird.“ Auf Nachfrage klärte Favre dann auf: „Es gibt die Möglichkeit, dass Lukasz im Kader ist, aber sie ist sehr, sehr gering.“ Und damit klar wurde, wie klein die Chance ist, holte der Trainer noch einmal Luft und schob nach: „Sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gering. Es wäre zu früh.“

Wolf dreht Laufrunden auf einem Nebenplatz

Schon einmal, bei der 0:5-Niederlage beim FC Bayern München, hatte Favre seinen Rechtsverteidiger nach langer Pause sofort wieder in die Startelf genommen, was sich nicht nur wegen des Endergebnisses als schlechte Idee entpuppte: Seitdem fehlt Piszczek wieder wegen Schmerzen im Fuß. Am Donnerstag trainierte er zwar wieder mit der Mannschaft, allerdings war es nur eine sehr lockere Einheit ohne allzu große Intensität und ohne Zweikämpfe. Wolf hatte beim 4:0-Sieg beim SC Freiburg eine Verletzung am Außenband des Sprunggelenks erlitten, er drehte einige Laufrunden auf einem Nebenplatz.

BVB-Trainer Favre fehlen Rechtsverteidiger

Sollten beide fehlen, stünde Trainer Favre vor einem Problem, weil es dann insgesamt drei Rechtsverteidiger wären, die ihm fehlen: Achraf Hakimi fällt ja wegen eines Mittelfußbruchs mindestens bis Saisonende aus. Die logischste Konsequenz daraus wäre, Manuel Akanji aus dem Zentrum auf die rechte Seite zu schieben. Allerdings dürfte es Favre keine allzu große Freude bereiten, seinen Abwehrchef aus dem Zentrum zu entfernen – zumal ihm dort nach Zagadous Ausfall nur der gelernte Mittelfeldspieler Julian Weigl und Routinier Ömer Toprak zur Verfügung stehen. Der im Winter verpflichtete Leonardo Balerdi wird derzeit noch als Perspektivzugang und nicht als vollwertige Kader-Alternative behandelt.

„Wenn beide ausfallen, werden wir eine Lösung finden“, antwortete der Trainer recht kryptisch auf die Frage nach Alternativen. „Akanji kann rechts spielen, und auch links. Das ist gut für die Mannschaft, das zeigt seine Qualität.“ Am liebsten aber wäre es Favre, wenn der Abwehrspieler seine Qualität im Zentrum zeigen könnte. Dazu müsste Wolf im Abschlusstraining des BVB am Freitag signalisieren, dass es für einen Einsatz reicht.

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