Basketball

Neue bei Phoenix Hagen gewöhnen sich ein

Neuzugang Michael Gilmore (rechts) erhält bei Phoenix zunehmend häufiger den Ball.

Neuzugang Michael Gilmore (rechts) erhält bei Phoenix zunehmend häufiger den Ball.

Foto: Jörg Laube

Hagen.  Die Ergebnisbilanz ist negativ, das ist bei Phoenix Hagen zweitrangig. Man sieht positive Entwicklungen der Neuzugänge.

Eine Reise in die Niederlande steht noch an, am Freitag gastiert Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen dort bei Erstligist Donar Groningen (19.30 Uhr). Die Vorbereitungs-Testspiele in der Region dagegen hat das Team 2019/20 von Trainer Chris Harris absolviert - mit eher überschaubarer Ergebnisbilanz von drei Siegen in neun Spielen. Auch beim eigenen Phoenix-Cup verloren Kapitän Dominik Spohr und seine Kollegen gegen Erstligist Jobstairs Gießen (81:99) und Liga-Rivale Uni Baskets Paderborn (84:88). Geschäftsführer Patrick Seidel zeigte sich ungeachtet dessen zufrieden mit dem Leistungsstand des nach der Verpflichtung von Center Adam Pechacek erstmals komplett antretenden Teams. „Es kommt Struktur rein, auch wenn das Ergebnis heute nicht passt. Aber gegen Gießen war unser Auftritt wirklich gut“, sagte Seidel nach der Paderborn-Partie. Und ergänzte tags darauf: „Es ist eine sehr klare Entwicklung erkennbar, mit Fortschritten von Woche zu Woche.“

Für Erleichterung bei den Hagenern sorgte vor allem der gute Einstand des erst kurz zuvor verpflichteten Centers Adam Pechacek, nachdem zuvor länger nach einem Ersatz für den zu Science City Jena abgewanderten Alex Herrera gesucht und der zunächst verpflichtete US-Amerikaner Abdul Lewis wegen einer Knieverletzung wieder nach Hause geschickt worden war. Der Tscheche Pechacek dagegen, erst am Donnerstag per PKW aus Prag angereist, integrierte sich sofort im Phoenix-Team und überzeugte besonders bei seinem Debüt gegen Gießen - unter anderem gegen Center-Riese John Bryant - mit elf Punkten in 15 Einsatzminuten. „Er ergänzt uns sehr gut“, bemerkte Trainer Chris Harris, „man erkennt schon das gute Auge für den Mitspieler und die Präsenz unter dem Korb.“ Und Seidel zeigte sich überzeugt, dass der 24-Jährige die erhoffte Verstärkung wird: „Pechacek wird eine sichere Bank für uns werden, er ist technisch sehr gut ausgebildet.“

Vor allem, so Harris, falle bei dem Tschechen, der schon mehrere Profi-Stationen absolviert hat, die „Gewöhnungsphase eines Rookies“ weg. Das war bei den US-Profi-Neulingen Kyle Leufroy und Michael Gilmore anders, an denen nach wechselhaften Auftritten Kritik laut wurde. „Die Jungs brauchten ihre Eingewöhnungszeit, die ersten Wochen waren nicht einfach. Aber sie finden sich sportlich und menschlich immer besser zurecht, machen alle paar Tage Schritte nach vorn“, betonte Seidel, „bei Leufroy und Gilmore sehen wir eine gute Entwicklung, wir glauben an die Jungs. Da wird es keine Veränderung mehr geben.“

Ergebnisse zweitrangig

Zwischenzeitlich, das räumte er ein, habe man sich durchaus Gedanken gemacht, gerade als man in zwei, drei Spielen von der Guard-Riege nur wenige Punkte erhalten habe. Etwa gegen Gießen aber trugen Niklas Geske (20), Leufroy (15) und Jasper Günther (12) dann starke 37 Punkte. Und tags darauf gegen Paderborn wiederum lieferte Gilmore mit 21 Zählern ein starkes Spiel ab. Er gebe Phoenix auf den großen Positionen mehr Tiefe, sagte Seidel und betonte angesichts deutlicher Kritik nach dessen ersten Auftritten an Gilmore: „Es ist ja schon der Eindruck entstanden, wir hätten ihn als Ersatz für Alex Herrera geholt. Das war aber nie das Anforderungsprofil.“ Vielmehr sei Gilmore mit seiner unorthodoxen Spielweise eine gute Ergänzung zu Kapitän Dominik Spohr. Die negative Testspiel-Bilanz wiederum will Seidel nicht überbewerten: „Wir haben ja erst im letzten Jahr gesehen, dass Ergebnisse in der Vorbereitung zweitrangig sind.“

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