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Schalke wollte Kilian Ludewig schon vor fünf Jahren holen

Jetzt der Mann für hinten rechts: Schalkes Kilian Ludewig (links). Im Vordergrund Omar Mascarell.

Jetzt der Mann für hinten rechts: Schalkes Kilian Ludewig (links). Im Vordergrund Omar Mascarell.

Foto: Guido Kirchner / dpa

Gelsenkirchen.  Kilian Ludewig steht bei Schalke vor seinem Bundesliga-Debüt. Dabei wollten ihn die Königsblauen schon vor Jahren in die Knappenschmiede holen.

Am Sonntag beim Heimspiel gegen Union Berlin (18 Uhr/ Sky) wird Kilian Ludewig sein Bundesliga-Debüt feiern: Schalke 04 hatte den rechten Außenverteidiger am letzten Transfertag (5. Oktober) von RB Salzburg ausgeliehen, beim Debüt des neuen Cheftrainers Manuel Baum zuvor am 3. Oktober in Leipzig war der 20-Jährige noch nicht dabei. Mit Ludewig hat Schalke nach den Notlösungen Rudy und Schöpf, die bisher in dieser Saison hinten rechts gespielt haben, jetzt wenigstens wieder einen Spezialisten für die rechte Außenbahn.

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Der U20-Nationalspieler ist in der Bundesliga noch ein unbeschriebenes Blatt, doch im Nachwuchsbereich stand er bei den Experten schon lange auf dem Zettel – so auch auf Schalke. Nach WAZ-Informationen wollte Schalke das Verteidiger-Talent schon vor vielen Jahren in die Knappenschmiede holen. Im Sommer 2015 entschied sich der beim FC St. Pauli ausgebildete Ludewig jedoch für einen Wechsel zu RB Leipzig. Später unternahm Schalke dann noch einen Versuch, wie Ludewig im Gespräch mit den Ruhr-Nachrichten erklärte: Da habe ihn Norbert Elgert in die U19 holen wollen.

Eine Kaufoption hat Schalke nicht

Ludewig ging 2018 von RB Leipzig jedoch nach Österreich zum anderen RB-Klub nach Salzburg. Dort kam er in der zweiten Mannschaft beim FC Liefering zum Einsatz und wurde Anfang 2020 zum FC Barnsley in die zweite englische Liga ausgeliehen. Für Barnsley spielte Kilian Ludewig noch am 3. Oktober, bevor er am letzten Tag der Wechselfrist nach Schalke ging. Dann sei alles ganz fix gelaufen: „Mittags kam der Anruf und abends war dann klar, dass ich wechseln wollte.“

Manuel Baum kannte Ludewig aus der U20-Nationalmannschaft – er hält große Stücke auf den Rechtsverteidiger, obgleich der sich bei RB Salzburg noch nicht durchsetzen konnte. Die Österreicher haben den 20-Jährigen aber weiter auf dem Zettel: Eine Kaufoption besitzt Schalke nicht – ähnlich wie im Vorjahr bei Jonjoe Kenny, der nach einer Saison zurück zum FC Everton musste. Ludewig ist jetzt quasi der Leasing-Nachfolger – und wenigstens wieder ein Spezialist auf der rechten Abwehrseite.

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