Rheinland-Pfalz

Pilgerweg führt zu Lebensstationen der Hildegard von Bingen

Eine Nonne schaut sich in Mainz bei der Eroeffnung der Ausstellung zur Heiligen Hildegard von Bingen (ca. 1098-1179) in der Ostkrypta des Mainzer Doms eine Bronzebueste der heiligen Frau an, die der Kuenstler Karl-Heinz Oswald erschaffen hat.

Eine Nonne schaut sich in Mainz bei der Eroeffnung der Ausstellung zur Heiligen Hildegard von Bingen (ca. 1098-1179) in der Ostkrypta des Mainzer Doms eine Bronzebueste der heiligen Frau an, die der Kuenstler Karl-Heinz Oswald erschaffen hat.

Mainz.  Urlauber können in Rheinland-Pfalz auf den Spuren der Hildegard von Bingen wandern. Ein Pilgerweg führt zu ihren Lebensstationen.

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Ein neuer Wanderweg in Rheinland-Pfalz verbindet die wichtigsten Wirkungsstätten der Äbtissin und Naturkundlerin Hildegard von Bingen. Auf über 137 Kilometer Länge verläuft er von Idar-Oberstein bis Bingen am Rhein. Am Samstag soll der Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderweg an der Klosterruine Disibodenberg offiziell eröffnet werden, teilte das Mainzer Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Die Herrichtung und Ausschilderung der Strecke wurde mit Mitteln eines EU-Fonds zur Förderung des ländlichen Raums in Höhe von 84.000 Euro gefördert.

Auf weiten Abschnitten verläuft die neu ausgewiesene Pilgerstrecke über bereits existierende Wanderwege im Nahetal. Stationen sind außer dem einstigen Kloster Disibodenberg, wo die heiliggesprochene Hildegard 40 Jahre ihres Lebens verbrachte, auch ihr Familiensitz und möglicher Geburtsort Niederhosenbach und Bad Sobernheim. Entlang des Wegs wurden unter anderem 27 in Deutsch und Englisch beschriftete "Meditationstafeln" aufgestellt.

Hildegard von Bingen (1098-1179) gilt als eine der bedeutendsten deutschen Frauen des Mittelalters. Sie gründete die Benediktinerinnenklöster Rupertsberg bei Bingen und Eibingen bei Rüdesheim und hinterließ ein umfangreiches naturwissenschaftliches und geistliches Werk. Daneben entwickelte sie eine eigene Gesundheitslehre. In der katholischen Kirche wird sie als Patronin der Naturwissenschaftler und Sprachforscher verehrt. Im Jahr 2012 nahm Papst Benedikt XVI. sie in den katholischen Heiligenkalender auf und erhob sie in den Rang einer Kirchenlehrerin. (epd)

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