Alpen

Lawinenschutzprojekte sollen vor neuer Katastrophe bewahren

Rettungsmannschaften durchsuchen nach der verheerenden Lawinenkatastrophe in der österreichischen Urlauberhochburg Trümmer und Schnee nach Verschütteten.

Rettungsmannschaften durchsuchen nach der verheerenden Lawinenkatastrophe in der österreichischen Urlauberhochburg Trümmer und Schnee nach Verschütteten.

Foto: epa apa Minich/APA/dpa

Wien.  Das Lawinen-Unglück von Galtür vor 20 Jahren, bei dem auch Urlauber unter den Opfern waren, hat nun zu einer schärferen Regelung für Gefahrenzonen geführt.

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Damals kamen Ende Februar 1999 in Galtür und Valzur insgesamt 38 Menschen zu Tode - darunter zwölf Kinder. Das Unglück von Galtür machte weltweit Schlagzeilen. Es ist ein Beispiel für die Unberechenbarkeit der Natur.

Durch die schärferen Regelungen gilt nun eine rote Zone, in der jeglicher Neubau verboten ist, überall da, wo im Fall des Falles ein Lawinendruck auf ein Gebäude von mehr als einer Tonne pro Quadratmeter zu erwarten ist. Bis 1999 lag dieser Grenzwert bei 2,5 Tonnen pro Quadratmeter.

7700 Lawineneinzugsgebiete erfasst

Nach Angaben des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus verfügen 1500 Gemeinden in Österreich über einen Gefahrenzonenplan, der Auskunft über die Lawinengefährdung gibt. In Österreich sind 7700 Lawineneinzugsgebiete erfasst.

In der Alpenrepublik wendet der Bund jährlich direkt bis zu zehn Millionen Euro für Lawinenschutzbauten und bis zu 15 Millionen Euro für den Schutzwald auf. Die Pflege des 800 000 Hektar umfassenden Schutzwalds sei noch wichtiger als die Stützwerke aus Stahl und Holz, die oberhalb der Waldgrenze einen Lawinenabgang verhindern sollen, hieß es.

Rund 1000 Lawinenschutzprojekte

In den vergangenen Jahrzehnten seien in Österreich rund 1000 Lawinenschutzprojekte umgesetzt worden - etwa 400 waren es demnach seit Galtür. (dpa)

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