Gastronomie

"Küchenrebell" Bras lassen neue Michelin-Sterne kalt

Chefkoch Laurent Petit (r) aus Frankreich vom Restaurant «Clos des Sens» in Annecy (Alpenregion) jubelt mit dem argentinischen Chefkoch Mauro Colagreco (M, l) vom Restaurant «Mirazur» in Menton an der Côte d'Azur auf der Bühne, nachdem sie vom Michelin Gastronomieführer mit den Drei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden. Der französische Koch Alain Ducasse, der in der mittleren ersten Reihe steht, schaut zu. Der Michelin-Gastronomieführer hat zwei neue Restaurants im Stammland Frankreich mit drei Sternen ausgezeichnet. Die Spitzennote erhielten der aus Argentinien stammende Starkoch Colagreco und Petit aus der Alpenregion Savoyen.

Chefkoch Laurent Petit (r) aus Frankreich vom Restaurant «Clos des Sens» in Annecy (Alpenregion) jubelt mit dem argentinischen Chefkoch Mauro Colagreco (M, l) vom Restaurant «Mirazur» in Menton an der Côte d'Azur auf der Bühne, nachdem sie vom Michelin Gastronomieführer mit den Drei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden. Der französische Koch Alain Ducasse, der in der mittleren ersten Reihe steht, schaut zu. Der Michelin-Gastronomieführer hat zwei neue Restaurants im Stammland Frankreich mit drei Sternen ausgezeichnet. Die Spitzennote erhielten der aus Argentinien stammende Starkoch Colagreco und Petit aus der Alpenregion Savoyen.

Foto: Rafael Yaghobzadeh/AP/dpa

Der Spitzenkoch will sich von der Auszeichnung des Gourmet-Führers nicht unter Druck setzen lassen. Die Anerkennung bezeichnet er als "erstaunlich".

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Der französische Spitzenkoch und "Küchenrebell" Sébastien Bras lässt nicht locker: Sterne im prestigeträchtigen Michelin-Gastronomieführer lassen ihn kalt. Bei der Präsentation des "Guide rouge" für 2019 war am Montag bekanntgeworden, dass Bras mit seinem Restaurant aus Laguiole im Zentralmassiv nun mit zwei Sternen geführt wird. Im Jahr zuvor hatte er mit dem Verzicht auf seine Drei-Sterne-Bestnote Aufsehen erregt - das Restaurant "Le Suquet" war 2018 gar nicht mehr in der Feinschmeckerbibel vertreten.

Bras teilte in einer Erklärung mit, man habe mit "Erstaunen" von der neuen Michelin-Bewertung erfahren. "Diese widersprüchliche Entscheidung lässt uns skeptisch, auch wenn wir uns auf jeden Fall nicht mehr betroffen fühlen: Weder von den Sternen, noch von den Strategien des (Michelin-) Führers."

"Drei Sterne sind eine Dauer-Anspannung"

Der 47 Jahre alte Bras will nicht von seiner bisherigen Haltung abweichen. Er hatte wegen des hohen Druck darauf verzichtet, in der Top-Liga der französischen "Chefs" aufgeführt werden - so werden Spitzenköche in Frankreich genannt. "Drei Sterne - das ist eine Dauer-Anspannung", hatte er einmal in einem Interview gesagt. Seine Küche auf rund 1000 Meter Höhe feiert die heimische Aubrac-Region mit ihrem berühmten Rindfleisch.

Michelin führt in seinem Guide für 2019 zusammen 27 Edel-Restaurants in Frankreich und Monaco mit drei Sternen. Die Lokale sind nach Ansicht der Gastronomie-Tester eine Reise wert. Neu hinzu kamen in diesem Jahr das "Mirazur" des Argentiniers Mauro Colagreco in Menton an der Riviera und das auf fleischlose Natur-Küche setzende "Clos des Sens" von Laurent Petit in der Alpenregion Savoyen. (dpa)

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