Ziel: Ein Impfstoff gegen Aids

Essen.  Forscher der Universität Duisburg-Essen suchen am ersten Institut für HIV-Forschung Deutschlands nach einem Impfstoff gegen die Immunschwäche-Krankheit Aids. Gestern wurde das neue Institut in der Medizinischen Fakultät in Essen eröffnet. Es ist nach Auskunft der Deutschen Aids-Hilfe das erste Institut in Deutschland, das ausschließlich über HI-Viren forscht.

Langfristig will es einen HIV-Impfstoff „made in Germany“ entwickeln, sagte der wissenschaftliche Leiter Professor Hendrik Streeck. Er hat zuvor in den USA gearbeitet, wo die HIV-Impf- und -Heilungsforschung als viel aktiver gilt. Für ihre Arbeit hoffen die Forscher auf private Gelder und die Unterstützung der Politik. Ein zwölfköpfiges Team ist in dem Institut tätig. Neben der Eindämmung der Krankheit soll Aids im Alter ein weiterer Schwerpunkt der Forschung sein.

Das HI-Virus ist Ursache für die Krankheit Aids. Ihre Symptome lassen sich mit Medikamenten behandeln, heilbar ist sie bis dato nicht. Mehr als 30 Millionen Menschen weltweit sind nach Informationen des HIV-Instituts infiziert, in Deutschland aktuell rund 84 000. Mehr als 3000 steckten sich jedes Jahr neu an. In Nordrhein-Westfalen leben derzeit mehr als 17 500 Menschen, die HIV-infiziert oder Aids-krank sind.

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