Unglück

Toter Feuerwehrmann (19) nach Explosion in Lienen geborgen

In diesem Mehrfamilienhaus in Lienen ereignete sich die Gasexplosion. Das Gebäude stürzte teilweise ein. Zwei Feuerwehrleute wurden im Keller eingeschlossen. Einer konnte schwerverletzt gerettet werden, der andere – ein 19-jähriger ehrenamtlicher Feuerwehrmann – starb.

In diesem Mehrfamilienhaus in Lienen ereignete sich die Gasexplosion. Das Gebäude stürzte teilweise ein. Zwei Feuerwehrleute wurden im Keller eingeschlossen. Einer konnte schwerverletzt gerettet werden, der andere – ein 19-jähriger ehrenamtlicher Feuerwehrmann – starb.

Foto: David Poggemann/Nord-West-Media TV / dpa

Lienen (Kreis Steinfurt).  Nach der Gasexplosion in einem Wohnhaus in Lienen, bei dem ein freiwilliger Feuerwehrmann gestorben war, hat die Feuerwehr den Leichnam geborgen.

Nach einer Gasexplosion in einem Wohnhaus im nordrhein-westfälischen Lienen ist der verstorbene Feuerwehrmann aus den Trümmern geholt worden. Die Bergung des 19-Jährigen aus dem teilweise eingestürzten Haus sei kompliziert und schwierig gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Die Einsatzkräfte hätten dicke Betonteile zerschneiden müssen.

Nun werde ermittelt, wie es zu der Explosion kommen konnte, sagte der Polizeisprecher. Im Laufe des Sonntages werde ein Statiker das Gebäude begutachten und entscheiden, ob die Polizei das Gelände betreten und mit den Ermittlungen beginnen kann. Das Wohnhaus sei gestern bereits mit Drahtseilen und Stützen gesichert worden.

Feuerwehrfahrzeuge im Kreis Paderborn mit Trauerflor

Bei dem Toten handelt es sich nach Angaben des Verbands der Feuerwehren im Kreis Paderborn um einen 19-jährigen ehrenamtlichen Feuerwehrmann. „Wir trauern mit der Familie des jungen Kameraden“, erklärte der Paderborner Kreisbrandmeister Elmar Keuter am Abend. Die Einsatzfahrzeuge im Kreis Paderborn sollen bis zum 22. Februar mit Trauerflor fahren.

Ein weiterer eingeschlossener Kollege wurde zuvor aus dem teilweise eingestürzten Haus geborgen und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Drei weitere Feuerwehrmänner wurden ebenfalls verletzt.

Bewohner alarmierten Feuerwehr wegen Gasgeruchs

Wegen Gasgeruchs hatten Bewohner am Samstagvormittag die Feuerwehr alarmiert. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zu der Explosion, während die Feuerwehrleute nach dem Ursprung des Geruchs suchten. Teile des Wohnhauses stürzten komplett in sich zusammen. Die Bewohner konnten zuvor in Sicherheit gebracht werden. Wie es zu der Explosion kommen konnte, war am Abend noch unklar.

„Das ist eine sehr bedrückende Situationen für die vielen Helfer“, sagte der Polizeisprecher. Es seien Notfallseelsorger vor Ort, die sich um die Betroffenen kümmerten. Der Tod des jungen Feuerwehrmannes löste auch bundesweit Betroffenheit aus.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach der Familie über Twitter sein Beileid aus: „Ich bin in Gedanken bei seiner Familie, Freunden und seinen Feuerwehrkameraden.“ Der Deutsche Feuerwehrverband rief alle Feuerwehren zu einem zweiwöchigen Trauerflor auf. (dpa/red)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben