EU-weite Razzia gegen Drogenbande führt auch nach Soest

Symbolbild.  Die Polizei hat auf Ersuchen dänischer Behörden mehrere Objekte in Soest durchsucht.

Symbolbild. Die Polizei hat auf Ersuchen dänischer Behörden mehrere Objekte in Soest durchsucht.

Foto: Oliver Berg / dpa

Soest/Dortmund.  Ermittlungen gegen eine internationale Drogenbande haben auch in Soest zu Razzien geführt. Federführend ist die dänische Polizei.

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Bei einer europaweiten Razzia gegen eine internationale mutmaßliche Bande von Drogendealern gab es am Mittwoch auch in Soest mehrere Durchsuchungen. Eine 22-jährige Frau aus Lettland wurde festgenommen. Sie soll zu einer 31-köpfigen Bande gehören, denen Drogenschmuggel in ganz großem Stil vorgehalten wird.

Unter dem Namen „Goldfinger“ wird die Operation von der dänischen Justiz geführt teilte die europäische Polizeibehörde Europol mit, heißt es in einer Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft Hamm am Donnerstag. Beschuldigte der Bande seien in Albanien, Slowenien, Schweden, den Niederlanden und Deutschland, heißt es. Ihnen wird Drogenhandel und -Schmuggel von insgesamt 1640 Kilogramm Kokain vorgeworfen.

Beschuldigte soll nach Dänemark ausgeliefert werden

Die 22-jährigen Lettin in Soest soll in zehn Fällen zwischen April und Juni diesen Jahres zusammen mit einem weiteren Beschuldigten jeweils etwa 18 Kilogramm Kokain und Heroin aus dem Ausland nach Dänemark gebracht haben. Die dänischen Behörden haben ihre Auslieferung nach Dänemark beantragt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Hamm mit.

Über ihre Auslieferung müsse in Kürze der zuständige Strafsenat des Oberlandesgerichts Hamm entscheiden, hieß es.

Bei den Durchsuchungen in Soest seien Drogen in „geringen Mengen“ sichergestellt worden - und zwei Kurierfahrzeuge und mehrere Smartphones, hieß es. In Dänemark seien zeitgleich mit den Durchsuchungen in den fünf anderen EU-Ländern insgesamt 40 Objekte von Polizei durchsucht worden. Es seien große Menge von Narkosemitteln Schusswaffen und Bargeld sichergestellt worden, hieß es. (dae)

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