Der Spatz macht das Rennen in den NRW-Gärten

Dortmund.   Der Landesverband des Naturschutzbundes (Nabu) hat mit Unterstützung von rund 10 500 Freiwilligen bei der Aktion „Stunde der Gartenvögel“ die Vögel in Gärten, Parks und auf dem Balkon zählen lassen. Von der Aktion erhofft sich der Nabu Hinweise auf Entwicklungen beim Vogel-Vorkommen.

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Der Landesverband des Naturschutzbundes (Nabu) hat mit Unterstützung von rund 10 500 Freiwilligen bei der Aktion „Stunde der Gartenvögel“ die Vögel in Gärten, Parks und auf dem Balkon zählen lassen. Von der Aktion erhofft sich der Nabu Hinweise auf Entwicklungen beim Vogel-Vorkommen.

Der Spatz ist nach Daten der Hobby-Forscher mit insgesamt rund 25 500 Sichtungen der mit Abstand häufigste Vogel in den nordrhein-westfälischen Gärten. Er verwies er Amsel, Kohlmeise und Blaumeise auf die Plätze. Nach Nabu-Angaben lag die Zahl der Sichtungen beim Spatz im vergangenen Jahr zwar etwas höher, das galt allerdings auch für die Zahl der Teilnehmer (2017: 11 200).

33,8 Vögel pro Garten

Nach dem bundesweiten Ergebnis wurden 33,8 Vögel pro Garten gezählt - knapp ein Vogel weniger als im langjährigen Schnitt (34,9).

„Sieben der 15 häufigsten Gartenvogelarten weisen in diesem Jahr den niedrigsten jemals pro Garten gemessenen Wert auf“, sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller gestern. „Nur vier Arten wurden in den üblichen Mengen gesichtet.“

Bei Amseln und Grünfinken vermuten die Naturschützer Rückgänge durch Krankheiten: Die Amsel leide unter dem Usutu-Virus, auch bei Grünfinken spielten seit einigen Jahren bestimmte Infektionen eine Rolle. Aber auch der Rückgang der Insektenzahl – und damit einer wichtigen Nahrungsgrundlage – macht sich laut Nabu nicht nur bei dem Mauersegler und Star bemerkbar: „Besonders Arten, die ausschließlich Insekten fressen oder zumindest ihre Jungen mit Insekten füttern, wie Meisen, wurden in diesem Jahr deutlich weniger gezählt“, erklärte Miller. Die generell besonders starke Abnahme insektenfressender Vogelarten müsse weiter beobachtet werden.

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