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„Boot“ in Düsseldorf: Darum lohnt sich ein Messebesuch

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Wingfoil, eine Surf-Variante mit Segel, gilt auf der „boot“ als kommender Trendsport auf dem Wasser.

Wingfoil, eine Surf-Variante mit Segel, gilt auf der „boot“ als kommender Trendsport auf dem Wasser.

Foto: Kai Kitschenberg / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  Nach zwei Jahren Corona-Pause ist auch die „Boot“ zurück. Darauf können sich die Besucher in Düsseldorf freuen.

Das ist noch keine „Boot“, das ist noch eine Baustelle. Sie laden Boote ab, reißen Planen runter, sägen Stände zu; und Messe-Direktor Petros Michelidakis ermahnt von einer Art Brücke aus eine Besuchergruppe: „Achten Sie darauf, was vor Ihren Füßen liegen könnte.“ Heute werden keine Anker und Seile mehr im Weg liegen: Die riesige Wassersportmesse ist wieder da. Leinen los, „Boot“.

Wie ist die Stimmung auf der „Boot“ nach zwei Jahren Corona-Pause?

„Jeder freut sich“, sagt Petros Michelidakis: „Es ist eine Euphorie ausgebrochen.“ 1500 Aussteller aus der ganzen Welt kommen 2023 zusammen.

Was zeigt so eine „Boot“?

Der Name ist das Programm. Aber es gibt viel mehr: Zubehör und Motoren, maritime Kunst (Halle 7) oder Urlaubsangebote für Wasser(sport)freunde (13). Dort kann man Urlaubsländer und -ziele kennenlernen, Buchvorstellungen oder Reiseblogger erleben. Tauchbasen aus aller Welt präsentieren sich, etwa aus Ägypten und Israel, Mauritius, Oman.

Das größte Boot der „Boot“?

Steht in Halle 6 und heißt „Sunseeker Meros Signature 95.“ Über 28 Meter lang, 3900 PS stark, 25 Knoten schnell. Damit es nicht fad wird zur See, verfügt sie über Jet-Ski mit Kran, Seabobs, einen Art schwimmenden Donut und ein Multimedia-System. Bei einem Preis von rund 15 Millionen Euro gilt das Schiff natürlich nur als „Einsteigermodell ins Superyacht-Segment“. Der Preis ist aber gegenstandslos.

Warum?

Die deutsche Firma Meros, die im Namen steckt, managt „Yacht-Sharing“. Jeder Teilhaber, jede Teilhaberin kann ein Achtel des Schiffes erwerben und erwirkt damit das Recht auf sechs Wochen Urlaub an Bord. Kapitän, Stewardess und Koch sind inclusive. Bei rund einer Million Pfund, so ein Mitarbeiter, liege der Einstiegspreis. Meros will auf dem Mittelmeer expandieren.

Was kann man machen auf der „Boot“, wenn man nicht nur gucken will?

In Halle 14 gibt es einen etwa 100 Meter langen Paddelkanal in der Kulisse eines tiefen Waldes. In der Halle 15 können Kinder Kontakt zum Segeln aufnehmen und mal in einem Optimisten mitfahren, einem Kleinboot. Motorboot-Simulator, Surf-Akademie, Schwimmen wie die Meerjungfrau . . . In Halle 12 können Anfänger zum „Schnuppertauchen“ gehen, Fortgeschrittene zu richtigen Unter-Wasser-Fortbildungen im neuen Tauchturm.

Gibt es einen thematischen Schwerpunkt auf der „Boot“?

Ja. Umwelt. In Halle 10 steht eine eigene Bühne für Diskussionsforen zu Themen wie Nachhaltigkeit in der Bootsproduktion und im Wassersport oder umweltgerechte Ausrichtung von Häfen und Marinas. Im Ausstellungsbereich findet man unter anderem elektrische Außenbord-Motoren, Catamarane mit einem Sonnenpanel auf dem Dach oder Boote, die ihren Abwassertank nicht mehr einfach ins Wasser leeren können.

Was zahle ich für die „Boot“?

Der reguläre Online-Eintrittspreis liegt bei 19 Euro, die Nachmittagskarte (gültig von 14 Uhr an) bei 10 Euro. An der Tageskasse kostet der Eintritt 27 Euro.

Und die Öffnungszeiten der „Boot“?

Vom 21. bis zum 29. Januar täglich von 10 bis 18 Uhr. Die offizielle Eröffnung am heutigen Samstag um 9.30 Uhr wird gestreamt, den Link dorthin finden Sie - wie zahlreiche Details zum Programm - auf www.boot.de.

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