NRZ-Serie „Mein Fußabdruck“

Umweltfreundlich einkaufen geht auch im Discounter

NRZ-Volontärin Friederike Bach hat im Alltag gemerkt: Um klimafreundlich einzukaufen, muss man nicht in den Biosupermarkt gehen. Viele Dinge lassen sich auch im Discounter umsetzen.

NRZ-Volontärin Friederike Bach hat im Alltag gemerkt: Um klimafreundlich einzukaufen, muss man nicht in den Biosupermarkt gehen. Viele Dinge lassen sich auch im Discounter umsetzen.

Foto: Volker Herold

An Rhein und Ruhr.   Mit diesen 3 Tipps kann jeder von uns beim Einkaufen auf Umweltschutz achten. Das geht nicht nur im Biosupermarkt, sondern auch im Discounter.

Beim Einkaufen mehr auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu achten ist gar nicht so schwer und vor allem nicht so teuer, wie man denkt. Man kann tatsächlich auch im Discounter und im normalen Supermarkt - zumindest teilweise - umweltbewusst einkaufen. Diese drei Dinge haben wir bei unserem wöchentlichen Familieneinkauf schon verändert:

1. Glasflaschen statt Tetrapak

Wir haben beschlossen, Milch von nun an nicht mehr im Tetrapak zu kaufen, sondern in Mehrwegflaschen aus Glas. Zugegeben, das geht tatsächlich nicht im Discounter, aber in jedem gut sortierten Supermarkt. Die leeren Flaschen kann man übrigens ganz unkompliziert am Leergutautomaten zurückgeben. Viel teurer ist die Milch in Glas auch nicht. Bei unserem Wocheneinkauf macht die Umstellung nur etwa einen Euro aus (ohne Pfand).

2. Möglichst wenig Plastik

Auch beim Discounter kann man darauf achten, nur Produkte mit möglichst wenig Verpackungsmaterial in den Wagen zu legen. Also keine Süßigkeiten in einzeln verpackten Mini-Portionen, keine Produkte in Mehrfachverpackungen und kein Obst und Gemüse in Plastik. Ein toller Nebeneffekt: Der Einkauf wird mit der Methode nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch billiger. Denn oft sind extra verpackte Produkte in kleinen Portionsgrößen teurer als die Großpackung, die im Verhältnis viel weniger Verpackung mitbringt.

3. Kein Billig-Fleisch

Wir sind Fans des neuen Siegels der Initiative Tierwohl, das die Haltungsbedingungen der Tiere bewertet. Denn was wir bisher beim Einkauf gut verdrängen konnte - dass die Tiere, dessen Fleisch wir essen vermutlich kein besonders gutes Leben hatten - das steht nun schwarz, beziehungsweise bunt auf weiß auf der Verpackung. Unser Anspruch: Wir kaufen nur noch Fleisch von Tieren, die in der besten Haltungskategorie (Kategorie 4) gehalten wurden. Der Nachteil: Fleisch der Kategorie 4 ist beim Discounter kaum zu bekommen. Aber auch hier stellen wir einen positiven Nebeneffekt fest: Weil wir Umwege und höhere Kosten in Kauf nehmen müssten, um solches Fleisch zu kaufen, kaufen wir dann oft einfach gar keins. Unbewusst tun wir so genau das, was Umwelt-Experten empfehlen: Möglichst wenig Fleisch essen, und wenn doch, dann hochwertiges, das nicht aus Massentierhaltung stammt.

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