Autobahn-Sperrung

Tödlicher Unfall auf der A3 – Lkw überfährt Arbeiter (49)

Nach Unfällen hat die Polizei zwei wichtige NRW-Autobahnen teilweise gesperrt.

Nach Unfällen hat die Polizei zwei wichtige NRW-Autobahnen teilweise gesperrt.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Köln/Münster.  Auf der A3 bei Köln hatte ein Lkw-Fahrer einen Arbeiter beim Abbau einer Baustelle erfasst. Mittlerweile ist die Sperrung wieder aufgehoben.

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Beim Abbau einer Baustelle ist am frühen Freitagmorgen ein Arbeiter auf der Autobahn 3 bei Köln von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Der 39 Jahre alte Lkw-Fahrer aus Köln sei gegen 4.30 Uhr in Richtung Frankfurt aus bislang ungeklärter Ursache in die Baustelle gefahren, teilte die Polizei mit. Die beiden Kollegen des getöteten 49-jährigen Kölners seien unverletzt geblieben, sie erlitten aber ebenso wie der Lkw-Fahrer und sein Beifahrer einen Schock. Die A3 wurde zwischen Köln-Dellbrück und dem Autobahnkreuz Köln-Ost Richtung Frankfurt für mehrere Stunden gesperrt.

A3 in Richtung Frankfurt war bis mittags gesperrt

Der 49-Jährige habe nicht für die Straßenbauverwaltung, sondern für ein privates Unternehmen gearbeitet, teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW mit. "Egal, für wen man arbeitet: Der Auf- und Abbau zum Beispiel von Pylonen und Schildern ist eine besonders gefährliche Arbeit, die Menschen sind einem hohen Risiko ausgesetzt", sagte der Leiter des Stabs Arbeitssicherheit bei Straßen.NRW, Michael Höhne, auf Anfrage. Die Mitarbeiter hielten sich erstens in einem noch ungesicherten Bereich auf. "Zum anderen stellen wir immer wieder fest, das Autofahrer dort unkonzentriert sind, dass sie zu schnell fahren und zu spät reagieren."

Das Risiko, tödlich zu verunglücken, ist laut Straßen.NRW für Mitarbeiter der Meistereien des Landesbetriebs 13 Mal höher als in anderen Berufen der Branche. "Statistisch gesehen kommt jedes Jahr ein Mitarbeiter bei solchen Arbeiten ums Leben", sagte Höhne.

Kies-Lkw kippt auf der A1 bei Münster um

Einen weiteren schweren Unfall hat es am Morgen auf der A1 in Münster gegeben. Zwischen dem Kreuz Münster-Süd und Münster-Nord ist ein mit Schotter beladener Lkw in die Mittelleitplanke gefahren und umgestürzt. Der 29 Jahre alte Fahrer hatte gegen halb fünf nach einem Reifenplatzer die Kontrolle über seinen Lkw verloren. Der Mann, der laut Polizei aus dem Hochsauerland kommt, wurde schwer verletzt.

Um die Ladung und den Lkw bergen zu können, musste die Polizei die Autobahn zeitweise in beide Richtungen komplett sperren. Gegen 7 Uhr konnte zumindest die Sperrung in Dortmund wieder aufgehoben werden, der Verkehr wurde einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Die Fahrbahn in Richtung Bremen ist komplett gesperrt. Ab Münster-Süd wird der Verkehr abgeleitet. MIttlerweile ist die Unfallstelle komplett geräumt und die Fahrbahnen sind frei.

A1 in Richtung Bremen war wegen brennendem Lkw gesperrt

Wegen eines brennenden Lasters ist die A1 zudem bei Hagen in Richtung Norden gesperrt. Auch hier war offenbar ein Reifenplatzer Ursache. Kurz vor dem Tunnel Vorhalle war ein Lkw in die Leitplanke gekracht, danach entwickelte sich ein Feuer, teilt die Autobahnpolizei Dortmund mit. Wegen des Brandrauchs und der Sichtbeeinträchtigung war die A1 am Tunnel Vorhalle zwischenzeitlich komplett gesperrt.

Während die Fahrbahn in Richtung Köln seit 10 Uhr wieder frei ist, dauerte es auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen noch etwas länger. Erst gegen 13 Uhr lief der Verkehr dort wieder, da aus dem Laster Diesel ausgelaufen war. Die Autobahnmeisterei musste die Fahrbahn reinigen. Der 40-Tonner war mit Auto- und Fahrradreifen sowie Porzellan-Vasen beladen. (red/mit dpa)

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