Tiergeräusche vor Gericht

An Rhein und Ruhr.   Ob krähender Hahn oder bellender Hund – lärmende Tiere rauben manchem Nachbarn den letzten Nerv. Einige Fälle landen gar vor Gericht. Hier einige Beispiele:

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Ob krähender Hahn oder bellender Hund – lärmende Tiere rauben manchem Nachbarn den letzten Nerv. Einige Fälle landen gar vor Gericht. Hier einige Beispiele:

Kakadus: Eine Tierfreundin darf trotz eines städtischen Verbots eine Schar munter zwitschernder Kakadus in ihrer Wohnung halten. Die Verfügung der Stadt Geldern sei mit einer falschen Rechtsgrundlage begründet, entscheidet das Oberverwaltungsgericht in Münster Anfang 2016.

Meerschweinchen: Laut quiekende Meerschweinchen in einer Zuchtanlage der Universität Münster treiben eine Anwohnerin zur Verzweiflung. Das Verwaltungsgericht gibt ihr 2013 Recht: Zwei Meter Abstand zwischen ihrer Grundstücksgrenze und den Käfigen seien zu wenig – die Nager müssten umziehen.

Hund: Nachbarn des veterinärmedizinischen Instituts der Uni in Berlin scheitern 2014 mit einer Klage vor Gericht. Sie fühlen sich von Hundegebell gestört. Es gebe keine erhebliche Belästigung im Sinne des Immissionsschutzgesetzes, urteilen die Richter.

Brieftauben: Richter verbieten 2012 einem Mann aus Germersheim, mehrere Dutzend Brieftauben in einer Wohngegend zu halten. Die dortigen Bewohner hätten einen Anspruch darauf, von Störungen wie Lärm und Taubenkot nicht belästigt zu werden.

Papageien: Kreischende Papageien sind den Nachbarn nur zwei Stunden am Tag zumutbar. Das entscheidet das Landgericht Hannover im Jahr 2009. Ein Mann hatte geklagt, weil die Vögel in einer Außenvoliere „ohrenbetäubenden Lärm“ machten.

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