Verdi-Streiks

Tausende bei Verdi-Warnstreik in NRW - Mittwoch neue Streiks

Verdi-Chef Frank Bsirske sprach am Dienstag auf einer Kundgebung in Düsseldorf.

Verdi-Chef Frank Bsirske sprach am Dienstag auf einer Kundgebung in Düsseldorf.

Foto: dpa

Düsseldorf  In 51 Städten hat Verdi am Dienstag in NRW zu Warnstreiks aufgerufen. Auch an diesem Mittwoch wird gestreikt - aber in anderen Landesteilen.

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Zwei Tage vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen hat Verdi-Chef Frank Bsirske das Angebot der Arbeitgeber erneut deutlich abgelehnt. "Das ist eine Geringschätzung, die nicht zu akzeptieren ist", sagte er am Dienstag in Düsseldorf bei einer Kundgebung vor mehreren tausend Gewerkschaftsmitgliedern.

In dem Tarifkonflikt fordern die Gewerkschaften Verdi und der Beamtenbund dbb sechs Prozent mehr Geld für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Die Arbeitgeberseite hat drei Prozent mehr Lohn und Gehalt für zwei Jahre vorgeschlagen, was die Gewerkschaften ablehnen. Die Verhandlungen gehen an diesem Donnerstag und Freitag, 28. und 29. April, in Potsdam weiter.

Streiks auch bei Müllabfuhr, Jobcentern und Sparkassen

Die Gewerkschaft hatte Beschäftigte in 51 NRW-Kommunen zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. In vielen Städten fuhren am Dienstag keine Busse und Bahnen, Kindergärten blieben zu, die Müllabfuhr kam nicht. Auch für den Mittwoch sind Warnstreiks in weiteren, mehr als 50 NRW-Kommunen sowie an Flughäfen angekündigt.

Für unzählige Arbeitnehmer hieß es deshalb am Dienstagmorgen "Umsteigen" - auf den Wagen, die Deutsche Bahn oder das Fahrrad. Spürbar mehr Berufstätige wechselten auf das Auto. Ein Verkehrschaos gab es am Morgen auf den Straßen aber nicht, wie die Polizeibehörden in Düsseldorf, Bochum und Münster berichteten. In Düsseldorf beispielsweise waren viele Anhalter an den Straßen zu sehen. In Düsseldorf, Bochum, Duisburg, Münster und anderen Städten blieben nach Gewerkschaftsangaben Busse und Bahnen im Depot. Auch kommunale Kitas - etwa in Gelsenkirchen - blieben geschlossen. Von den Warnstreiks betroffen waren laut Gewerkschaft Verdi aber auch viele andere Bereiche des öffentlichen Dienstes, etwa Müllabfuhr, Sparkassen, Stadtverwaltungen, Jobcenter und kommunale Krankenhäuser.

Lufthansa streicht 28 Flüge am Flughafen Düsseldorf

Die Gewerkschaft hatte am Dienstag in rund 50 NRW-Städten dazu aufgerufen, die Arbeit den ganzen Tag niederzulegen. Am Mittwoch sollen weitere Warnstreiks folgen, die vor allem für Flugreisende zum Problem werden könnten. Die Lufthansa kündigte massive Ausfälle für den Tag an. Der Flughafen Köln/Bonn rechnete mit "erheblichen Beeinträchtigungen". Passagiere sollten sich erkundigen, ob ihr Flug betroffen sei. Von Dienstagnachmittag an sollte eine zusätzliche Telefon-Hotline geschaltet werden. In Düsseldorf sollen 28 Lufthansa-Flüge von und nach Frankfurt und München gestrichen werden.

Am Mittwoch dürfte auch die Millionenstadt Köln die Warnstreiks zu spüren bekommen. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) erklärten, dass ab 3 Uhr keine Stadtbahnfahrten mehr stattfinden könnten. Nur die von Subunternehmern geleisteten Busfahrten seien möglich.

Auch in anderen Städten müssen sich Pendler überlegen, wie sie am Mittwoch vorankommen. Die Wuppertaler Stadtwerke etwa kündigten an, dass voraussichtlich weder Busse noch Schwebebahnen fahren könnten. Insgesamt rief Verdi in mehr als 50 NRW-Städten zu Warnstreiks auf, unter anderem auch in Bonn, Leverkusen und Aachen. (dpa)

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Warnstreiks in NRW - wo Verdi am Mittwoch streikt 

Nach dem Warnstreik an Rhein und Ruhr hat die Gewerkschaft Verdi für diesen Mittwoch zu Warnstreiks in Westfalen, im Raum Aachen, im Sauer- und Siegerland und an der südlichen Rheinschiene aufgerufen. In diesem Orten soll gestreikt werden. Zudem wird an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn gestreikt:

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