Heimat-Serie: Zeitung

Westfalenpost – Ihre Heimatzeitung als Sprachrohr

Bevor der Wintereinbruch kam. Heimat Hochsauerland aus der Vogelperspektive im goldenen Herbst.

Foto: Hans Blossey

Bevor der Wintereinbruch kam. Heimat Hochsauerland aus der Vogelperspektive im goldenen Herbst.

Hagen.   Seit 61 Jahren verspricht die WESTFALENPOST, die Stimme der Heimat und das Echo der Welt zu sein. Ein zeitloser Slogan, der bis heute passt.

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Tausendmal artikuliert und immer ist irgendetwas passiert. „Stimme der Heimat, Echo der Welt, Sie sprechen mit Joachim Karpa von der WESTFALENPOST.“ Der Satz geht wie von selbst über die Lippen. Ein Automatismus, wenn das Telefon klingelt. An diesem Schreibtisch seit 27 Jahren.

Die Reaktionen

Die Reaktionen auf die Ansage? Natürlich unterschiedlich. „Wie war das?“, „Habe ich das richtig gehört?“, Müssen Sie das sagen?“, „Alles gut?“, fragen sich Leute am anderen Ende der Leitung. Das Grinsen ihrer Gesichter, mal fragend, mal zustimmend, mal fassungslos, mal von oben herab, wird auch ohne Bild sichtbar. Selbst zu Hause ist der Anrufer im Privatleben des Autors nach so vielen Jahren vor dieser Ansage nicht sicher. Immer dann, wenn der Kopf nach der Arbeit in der Redaktion nicht zur Ruhe kommen will.

Die Folgen

Und eines passiert immer: Der Slogan, besser noch, das Versprechen auf dem wp-blauen Titelkopf der WESTFALENPOST schafft auf Anhieb eine Gesprächsatmosphäre, die gefällt, die ankommt. Locker, vertraut, unverkrampft, einschließlich der Frotzeleien. Wer kann wirklich etwas gegen einen Satz haben, der Jahrzehnte überdauert hat und heute aktueller ist denn je.

Die Historie

Wer sich diese Schlagworte ausgedacht hat, das bleibt in der Geschichte dieser Zeitung bis heute ein Geheimnis. Eine Spur führt zum früheren Chefredakteur Theo Fritzen. Belastbar überliefert ist nach Angaben des Hagener Stadtarchivs ein Datum: Seit dem 9. März 1956 versichert die größte Zeitung Südwestfalens ihren Lesern, ihr Sprachrohr zu sein und die große weite Welt nicht zu vergessen. Das war nicht immer so. Ein Rückblick mag an dieser Stelle erlaubt sein.

Der Vorläufer

Bis zu diesem Datum heißt es seit der ersten Ausgabe vom 26. April 1946 an gleicher Stelle: „Für demokratischen Aufbau im christlichen Geist“. Mit der Lizenz-Nummer 38 erteilt die britische Militärregierung die Erlaubnis, die WESTFALENPOST herauszugeben. Und der Mitbegründer Dr. Artur Sträter schreibt damals:

„Wir können diese Verantwortung nur tragen, wenn wir einerseits das uns anvertraute Werkzeug ganz in den Dienst der Wahrheit stellen, und andererseits sorgfältig aufhorchen auf die Stimmen unserer Leser, die in freimütiger Kritik und in ehrlicher Mitarbeit mit uns gemeinsam schaffen wollen an der Bildung einer freien und demokratischen Gesellschaftsform.“

Der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer wünscht in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Zonenausschusses der CDU in der britischen Zone: „Möge die WESTFALENPOST getreu der Väter Art fest und zäh kämpfen für unsere Ideale.“ Und der damalige Erzbischof von Paderborn, Lorenz Jaeger, macht Mut: „Möge die WESTFALENPOST ihren Weg gehen, ohne Rücksicht auf Lob und Beifall und unbekümmert um Drohung und Tadel.“

Die Stimme der Heimat

Wie genial „Stimme der Heimat, Echo der Welt“ vor 61 Jahren war, zeigt sich heute. Heimat ist das Losungswort der Gegenwart. Nicht, weil es Rechtspopulisten wie Vertreter der AfD als politischen Kampfbegriff wie „Unser Land, unsere Heimat“ missbrauchen. Nein, weil die Menschen in einer globalisierten Welt nach einem Anker, nach einem Sehnsuchtsort suchen. Warum? Die Heimat bleibt. Im Kopf, in der Nase, in der Erinnerung. Das Leben aber wandelt sich. Wir sind mobil, wechseln die Wohnorte, den Partner, den Arbeitgeber, verlassen die Kirche. Die Stimme der Heimat aber liefert wie kein anderes Medium alle Informationen über den aktuellen Lebensmittelpunkt.

Ob auf Papier, als E-Paper, im Netz über den Online-Auftritt oder auf Facebook: Wer erfahren will, was vor seiner Haustür passiert, wer mitreden will, wer im Ort, wer in der Region stattfinden will, braucht die Stimme der Heimat.

Das Echo der Welt

Das darf nicht fehlen. Die WESTFALENPOST hilft bei der Einordnung und Bewertung der Ereignisse in Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. Mit Kommentaren, Reportagen und Hintergrundberichten liefert sie den Kompass für den Weg in einer Welt, die sich immer schneller dreht.

Moment. Sonntagnachmittag, 17.23 Uhr. Telefon. „Stimme der Heimat, Echo der Welt. Sie sprechen mit Joachim Karpa von der WESTFALENPOST.“ Arbeit. Es geht um Schnee. Den ersten in diesem Winter im Sauerland.

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