Skeleton

Olympia: Lölling und Hermann überzeugen im Abschlusstraining

Jacqueline Lölling konzentriert sich vor dem Start zu einen Traininsglauf.

Foto: Tobias Hase/dpa

Jacqueline Lölling konzentriert sich vor dem Start zu einen Traininsglauf.

Pyeongchang.   Am Freitag wird es ernst für Skeleton-Star Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland). Bei den Olympischen Spielen geht es um das große Saisonziel.

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Die deutschen Skeleton-Frauen haben im Abschlusstraining bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang langsam ihren Rhythmus gefunden. Nach schwierigen Einheiten an den Vortagen setzte Weltmeisterin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) in 52,32 Sekunden im ersten Lauf am Mittwoch die Tagesbestzeit, Vizeweltmeisterin Tina Hermann (Königssee/52,62) war Schnellste im etwas langsameren zweiten Durchgang.

„Das war der beste Tag heute, auch wenn noch kleinere Fehler drin waren“, sagte Lölling: „Jetzt geht es darum, das viermal in den Wettbewerb zu retten.“ Die 23-Jährige aus Brachbach ist Weltmeisterin und Weltcup-Gesamtsiegerin, sie geht als Favoritin in ihr erstes Olympia-Rennen. Die Anspannung steige mit jedem Tag merklich. „Ich war heute sehr aufgeregt, und ich bin froh, wenn es am Freitag endlich losgeht und wir sehen, wie es wirklich aussieht“, sagte sie.

Strecke: Mehrere Kniffelpunkte

Auch Hermann (25) fand am letzten Trainingstag „langsam die Konstanz“ auf der schwierigen Strecke, dennoch hat sie großen Respekt vor dem ungewohnten Olympia-Format mit vier Läufen: „Das ist ein Haufen Zeug. Du musst sehr konzentriert bleiben, und die Strecke hat mehrere Kniffelpunkte. Neben Kurve neun ist auch die Kurve zwei schwer zu treffen.“

Herren-Trio in Podestnähe

Als dritte deutsche Frau ist Anna Fernstädt (Berchtesgaden) am Start, auch sie fand am Mittwoch mit den Plätzen fünf und sechs in die Spur. Zu den Mitfavoritinnen gehören die britische Olympiasiegerin Lizzy Yarnold und ihre Landsfrau Laura Deas sowie Janine Flock aus Österreich und Elisabeth Vathje aus Kanada.

Für die Herren beginnen die Wettkämpfe bereits am Donnerstag (ab 2 Uhr MEZ). Auch hier steigerte sich das deutsche Trio im Abschlusstraining. Alexander Gassner vom BSC Winterberg fuhr die Plätze sechs und neun ein, Christopher Grotheer wurde Zweiter und Fünfter und Medaillen-Kandidat Axel Jungk erreichte zweimal den sechsten Platz.

Als Topfavoriten auf den Olympiasieg bei den Männern werden der Lette Martins Dukurs und der Koreaner Yun Sungbin gehandelt. Sungbin dominierte den Olympia-Winter beinahe nach Belieben, war bei sieben Starts fünfmal siegreich und fuhr dazu zweimal auf Rang zwei.

Bislang nur zwei BSD-Medaillen

Mit insgesamt achtmal Edelmetall, davon dreimal Gold, führen die USA den olympischen Medaillenspiegel im Skeleton an. 2010 gewannen Kerstin Szymkowiak (RSG Hochsauerland) und Anja Huber im Hochgeschwindigkeitseiskanal von Whistler Silber und Bronze und fuhren die bislang einzigen olympischen Skeleton-Medaillen für Deutschland überhaupt ein.

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