Regionalliga

RWO-Stürmer Gödde sieht die DFB-Pläne noch mit Skepsis

RWO-Stürmer Philipp Gödde (2. v. re.) wird Gladbachern umzingelt. Die Jungfohlen gelten als ein Top-Team der Fußball-Regionalliga West.

Foto: Micha Korb

RWO-Stürmer Philipp Gödde (2. v. re.) wird Gladbachern umzingelt. Die Jungfohlen gelten als ein Top-Team der Fußball-Regionalliga West. Foto: Micha Korb

Hagen.  Die anhaltende Kritik der Basis an der Aufstiegsregelung zur 3. Liga scheint nun Wirkung zu zeigen. Doch was sagen eigentlich die Spieler?

Die neuen Reformpläne des Deutschen Fußball-Bundes in Sachen Aufstieg in die 3. Liga werden in der Fußballszene aktuell heiß diskutiert. Als Stürmer von Traditionsklub Rot-Weiß Oberhausen und zuvor von Alemannia Aachen ist Philipp Gödde (23) direkt betroffen. Wir fragten den Neheimer, der sich zur Zeit wegen Rückenproblemen in der Reha auf sein Comeback in der Regionalliga West vorbereitet, nach seiner Meinung.

Hallo Philipp, die bisherige Aufstiegsregelung zur 3. Liga war unter Fans stets ein großes Aufregerthema. Auch bei den Spielern?

Philipp Gödde: Definitiv. Mir fällt kein Regionalliga-Beobachter ein, egal ob aktueller Teamkollege, früherer Mitspieler oder Freund, der mit der jetzigen Situation zufrieden wäre. Im Gegenteil, die aktuelle Aufstiegsregelung ist völliger Quatsch. Alle würden sich wünschen, dass die Saison eines Meisters auch mit dem Aufstieg belohnt wird und dieser nicht noch eine Relegation spielen muss.

Jetzt soll ja etwas passieren. Der DFB-Präsident Dr. Reinhard Grindel favorisiert allerdings das Modell „Vier von fünf“...

Gödde: Das klingt für mich noch nicht überzeugend, falls es bei fünf Regionalliga-Staffeln bleibt. Natürlich ist es schwierig, eine Lösung zu finden, mit der alle einverstanden sind. Ich habe aber immer gedacht, dass ein Regionalliga-Meister auch in die 3. Liga aufsteigen muss – und an dieser Meinung hat sich noch nichts geändert.

Die Neuregelung soll bereits zur Saison 2018/19 eingeführt werden. Sehen Sie deshalb eine bessere Perspektive für Ihren Verein Rot-Weiß Oberhausen in Sachen Drittliga-Aufstieg?

Gödde: Aktuell haben wir mit RWO zu große Schwankungen in unseren Leistungen. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir genug Qualität besitzen, um auf Sicht um den Aufstieg mitspielen zu können. Auch wenn die 0:4-Niederlage in Wiedenbrück auf dem Papier sehr deutlich war – die Fehler, die dort passiert sind, lassen sich meines Erachtens schnell abstellen. Der Liga-Start in diese Saison war insgesamt ganz verrückt, was allerdings auch dafür spricht, dass noch sehr viel passieren kann.

Wie steht es um Ihre persönlichen Ambitionen? Ist die 3. Liga für Sie ein konkretes Ziel?

Gödde: Ganz klar: Das muss mein Ziel sein. Mit 23 Jahren bin ich noch ein junger Spieler, habe aber in der Regionalliga schon ziemlich viel Erfahrung gesammelt. Da wäre es ja fast fatal, nicht den Ehrgeiz zu haben, irgendwann den nächsten Schritt zu machen. Am liebsten wäre mir natürlich, mit Rot-Weiß Oberhausen den Aufstieg feiern zu können. Zunächst muss ich jetzt aber wieder fit werden, damit ich der Mannschaft möglichst schnell helfen kann.

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