Bob

Gespannt auf eine „sehr spezielle Bahn“ zum Start

Sigulda.   Die Weltcup-Saison startet an diesem Wochenende auch für die Bob- und Skeletonsportler. Allerdings auf einer Bahn, die einen berüchtigten Ruf hat.

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Die Erwartungen? Die will Bob-Bundestrainer René Spies vor dem ersten Weltcup der Saison nicht zu hoch ansetzen. „Das Ziel ist, dass wir die Bahn meistern, alle gesund nach Hause kommen. Wir lassen uns überraschen, was dabei herauskommt“, sagt der Winterberger mit Blick auf die Wettbewerbe im lettischen Sigulda. Dass Spies eine Kampfansage vermeidet, hat seinen Grund. Die Eisrinne im Baltikum ist berüchtigt, sie gilt als „Schmalspurbahn“. Was zum Beispiel zur Folge hat, dass die Männer nicht im großen Bob starten können, stattdessen am Samstag und Sonntag gleich zwei Rennen im Zweier fahren.

Die Frauen müssen schon am Freitag (14 und 15.30 Uhr MEZ, live in der ARD) runter. Müssen? So will Anna Köhler vom BSC Winterberg das nicht sehen. „Es überwiegt die Vorfreude, dass das internationale Kräftemessen endlich wieder losgeht“, sagt die Pilotin aus dem Sauerland mit einem Lachen.

Die 25-Jährige weiß allerdings auch um die Tücken der Bahn. „Es fühlt sich sehr speziell an“, verrät die Olympia-Teilnehmerin. Doch was heißt speziell? „Man kann es mit Oberhof vergleichen, da muss man als Pilotin auch bis zur Geraden die ganze Zeit arbeiten. Wobei ich sagen würde, dass hier das Arbeiten deutlich mehr und auch der Druck während der Fahrt größer ist“, erläutert Köhler.

Für Druck soll auch Anschieberin Lisa-Sophie Gericke (Mitteldeutscher Sportclub) sorgen. „Mit Lisa komme ich super zurecht. Ich bin in der Selektion sechs von acht Rennläufen mit ihr gefahren“, berichtet Köhler. Favoritinnen sind aber andere. Wie Olympia-Goldmedaillengewinnerin Mariama Jamanka, jetzt mit Annika Drazek (BSC Winterberg) als Anschieberin.

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