Brandkatastrophe

„Pariser Feuerwehrleute haben einen großartigen Job gemacht“

Am Tag nach dem verheerenden Feuer begutachten Feuerwehrleute die Schäden an der Fassade der Kathedrale  Notre-Dame.

Am Tag nach dem verheerenden Feuer begutachten Feuerwehrleute die Schäden an der Fassade der Kathedrale Notre-Dame.

Foto: Victoria Jones/dpa

Schwelm/Paris.   Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs aus Schwelm, hat den Einsatzkräften in Paris ein großes Lob gezollt.

Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, zollt seinen Kollegen in Paris ein dickes Lob: „Sie haben einen großartigen Job gemacht und den Totalverlust des Gebäudes verhindert.“ Für den Vorschlag von US-Präsident Trump, Löschflugzeuge einzusetzen, zeigte der Schwelmer kein Verständnis: „Er soll sich um Dinge kümmern, von denen er Ahnung hat.“ Hätte man Tonnen Wasser auf einmal abgelassen, wäre das gesamte Gebäude zerstört worden. Ziebs: „Man hätte nicht das erreicht, was man wollte – möglichst viel Substanz erhalten.“

Gefahr für die Einsatzkräfte

Ziebs zufolge mussten die Feuerwehrleute einen höchst gefährlichen Einsatz absolvieren: „Bei einer solch alten Bausubstanz weiß man nie, was einen alles erwartet.“ Er habe auf TV-Bildern gesehen, dass Kameraden zunächst auch in der Kirche aktiv waren. Dann hätten sie aber das Gebäude wieder verlassen müssen: „Das Problem ist, dass geschmolzenes Blei auf den Boden tropft und die Einsatzkräfte empfindlich treffen kann.“

Es werde noch „zwei bis drei Tage dauern“, so Ziebs’ Einschätzung, „bis die letzten Glutnester in Notre-Dame abgelöscht sind.“

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