Wintersport

Minusgrade sorgen für Pistenspaß auf dem Fahlenscheid

Bei der Liftbetreiberfamilie Stinn sind die sieben Schneekanonen in Betrieb. Die Pisten und die Liftanlagen sollen in dieser Woche ebenfalls in Betrieb gehen.

Foto: Josef Schmidt

Bei der Liftbetreiberfamilie Stinn sind die sieben Schneekanonen in Betrieb. Die Pisten und die Liftanlagen sollen in dieser Woche ebenfalls in Betrieb gehen. Foto: Josef Schmidt

Fahlenscheid.   Ideale Voraussetzungen für die Schneekanonen auf dem Fahlenscheid bei Olpe. Bei Minusgraden ist dort endlich Winterspirt möglich.

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Josef Stinn, Land- und Forstwirt vom Fahlenscheid und ganz nebenbei Betreiber der größten Liftanlage im Kreis, hat endlich Grund zum Strahlen: „Seit Samstagmorgen laufen die Dinger rund um die Uhr, ohne Pause, am Donnerstag kann’s losgehen.“

Der Wetter-Umschwung, weg vom Winter im Frühlingsgewand, hin zu Minus-Graden, spielt Familie Stinn in die Karten. Gemeinsam mit seinen Söhnen Sebastian und Christoph und Schwiegertochter Elisabeth, also sozusagen mit der gesamten Familie, fiebert er dem Start der Skisaison auf seinem Fahlenscheid entgegen: „Es wird ja auch Zeit. Am Samstag, bei zwei Grad minus, konnten wir loslegen, da fiel auch etwas Naturschnee, aber ich sage dazu nur Puderzucker, vielleicht zwei bis drei Zentimeter.“

Nur für die Wartung eine Pause

Im Klartext: Ohne die sieben Beschneiungs-Geräte wäre an eine Nutzung der Pisten und eine Inbetriebnahme der beiden Lifte und des Zauberteppiches, ein Förderband für Kinder und Schlittenfahrer, nicht zu denken.

Die Schneekanonen, versichert Stinn, liefen tatsächlich rund um die Uhr: „Die stehen nicht still. Heute mussten wir für die Wartung des mit Diesel betriebenen Notstrom-Aggregates mal eine kurze Pausen einlegen. Etwa 30 Minuten, um nach dem Kühlwasser und dem Öl zu sehen und den Filter zu wechseln.“

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Nachtwache gesichert

Selbst nachts sorge der Schnee-Maschinenpark für Dauer-Berieselung der Pisten. Eine Mannschaft aus vier Personen, die beiden Söhne Stinns, und zwei Helfer aus Rahrbach und Oberveischede lösten sich ab und ließen die Kanonen nicht aus den Augen. Stinn: „Da ist immer jemand dabei.“ Rund zweieinhalb bis drei Liter Wasser pro Sekunde aus dem eigenen Teich genehmige sich jede der Anlagen.

Bis Altweiber-Donnerstag gebe es aber noch jede Menge zu tun: „Die Pisten, aber natürlich auch die Spuren für den Liftbetrieb müssen präpariert werden. Wer vorm Karneval flüchten will, kann dann aber zu uns kommen“, lacht Stinn. Das Angebot ist vielfältig, inklusive Gastronomie, Skiverleih und gegebenenfalls Skischule.

Ein Manko gebe es momentan allerdings: Seit dem Sturm Friederike ist die Telefonleitung auch bei den Stinns unterbrochen. Stinn: „Wir haben aber eine Rufumleitung eingeschaltet.“ Ansonsten gebe man per Mobilfunknummer Auskunft, wie es mit einer Skischule bestellt sei.

Bevor es am Donnerstag für alle Ski alpin-Begeisterten losgeht, darf heute bereits eine Sehbehindertenschule den Rodelhang auf dem Fahlenscheid testen. Elisabeth Stinn: „Die Schüler der Felsenmeerschule in Hemer werden gegen 10.30 Uhr anreisen und gegen 14 Uhr wieder abreisen.“

65 Lifte in der Arena in Betrieb

Im restlichen Kreis Olpe, so bestätigte gestern auf Anfrage Julian Pape, Projektleiter der Wintersport-Arena Sauerland/Siegerland, reiche der Naturschnee noch nicht aus: „Fünf bis zehn Zentimeter Naturschnee sind da einfach zu wenig.“

Im Gebiet der Wintersport-Arena seien rund um den Kahlen Asten, in der Region, Winterberg, Willingen, Schmallenberg rund 65 Lifte in Betrieb. Auch für die nächsten Tage ist Pape optimistisch: „Es soll bis zum Wochenende trocken und kalt bleiben. Das sind auf jeden Fall gute Bedingungen für die Schneekanonen.“

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