Großbrand

Kripo ermittelt: Hof in Weide brennt fast komplett nieder

Das Haus ist nach dem Großbrand unbewohnbar.

Foto: Matthias Böhl

Das Haus ist nach dem Großbrand unbewohnbar. Foto: Matthias Böhl

Weide.   Auf einem Bauernhof in der Unteren Weide bricht am 1. Weihnachtstag ein Feuer aus. Die Polizei schätzt den Schaden auf bis zu 400.000 Euro.

Aus bislang ungeklärter Ursache ist es am Abend des 1. Weihnachtstages zu einem Großbrand an einem Bauernhof in der Unteren Weide gekommen. Die Familie Hackler sowie die Tiere im angrenzenden Stall blieben dabei unverletzt. Ein Feuerwehrmann musste zur ambulanten Versorgung ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Alarm

Am Montag wurde die Feuerwehr um 20.51 Uhr zur „Unteren Weide 1“ gerufen. Der Alarm: „Feuer 5, Landwirtschaftsbetrieb brennt.“ „Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand der Stall schon in Vollbrand und die Flammen hatten bereits auf das Dach des Wohnhauses übergegriffen“, so Dirk Höbener, stellvertretender Kreisbrandmeister.

Der Einsatz

131 Feuerwehrleute aus Bad Laasphe, Erndtebrück und Bad Berleburg waren an dem Einsatz beteiligt, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. „Die Hauptschwierigkeit bestand darin, die Brandstelle mit ausreichend Löschwasser zu versorgen“, sagte Höbener. Das Wasser musste mehrere Hundert Meter entfernt aus dem Industriegebiet Obere/Untere Espen herangeschafft werden.

Bis kurz nach Mitternacht dauerten die akuten Löscharbeiten an, ein Feuerwehrmann sei dabei kreislaufbedingt ins Krankenhaus gebracht worden, so Höbener. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis zum Dienstagmittag an. Ein Bagger musste immer wieder verbrannte Gebäudeteile einreißen, damit die Einsatzkräfte weitere Brandnester löschen konnten.

Der Schaden

Wie es zu dem Großbrand gekommen war, ist noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Ein Team der Kripo sei gestern Vormittag auf dem Gelände gewesen, bestätigte eine Polizeisprecherin. Auch eine konkrete Schadenshöhe sei bisher noch nicht abschließend ermittelt worden – sie bewege sich zwischen 250.000 und 400.000 Euro.

Ein derartiges Unglück schweiße aber auch zusammen. Dirk Höbener: „Der Zusammenhalt vor Ort ist großartig. Nachbarn, Freunde und Bekannte versorgen die Tiere und stehen der Familie bei.“

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