Feierlich

Kopten-Papst weiht Kirche in Altena

Tawadros II. weiht in Altena die ehemalige Reformierte Kirche für die koptisch-orthodoxe Kirche.

Tawadros II. weiht in Altena die ehemalige Reformierte Kirche für die koptisch-orthodoxe Kirche.

Foto: Björn Braun

Altena.   Koptisch-orthodoxe Christen führen ehemalige Reformierte Kirche weiter. Gottesdienststätte für Kopten aus ganz Südwestfalen

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Das Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, Papst Tawadros II. hat am Samstag in Altena mit einem feierlichen, mehrstündigen Gottesdienst eine ehemalige evangelische Kirche geweiht. Das Gotteshaus ist jetzt die Erzengel-Michael-Kirche der koptischen Kirchen in Deutschland und soll Gottesdienststätte für koptische Christen aus der Region sein.

„Das ist etwas ganz Besonderes, dass unser Papst heute hier ist“, urteilte Heidi Jansen (Dortmund) von der koptischen Gemeinde über den Besuch des Kirchenoberhaupts, der seinen Sitz in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria hat. Besonders auch, weil Tawadros II. sich in Ägypten aus Sicherheitsgründen kaum frei bewegen könne und von Sicherheitspersonal stets eng abgeschirmt werde. In Altena fand hingegen eine echte Begegnung zwischen Gläubigen, Gästen und dem Kopten-Papst statt.

Bislang ist die Gemeinde um die Erzengel-Michael-Kirche in Altena noch eine „kleine Gemeinde“, wie Heidi Jansen sagt; sie verbindet mit der Kirchweihe und dem Papst-Besuch jetzt die Hoffnung, dass die Zahl der Gemeindemitglieder wächst. In Unna zähle die Gemeinde ca. 200 Mitglieder – davon sei Altena noch weit entfernt. Als Einzugsbereich für die Gottesdienste in der Erzengel-Michael-Kirche, die wöchentlich im Wechsel samstags oder sonntags Vormittags stattfinden, nennt sie die Region zwischen Hagen und Olpe.

Der Name Erzengel-Michael-Kirche für das Gotteshaus der ehemaligen Reformierten Kirchengemeinde Altena hat übrigens seine eigene Geschichte: „Das war eine göttliche Eingebung unseres Bischofs Michael“, berichtet Heidi Jansen.

Die evangelische Kirchengemeinde Altena hatte nach der Fusion von Lutheranern und Reformierten das Gebäude im November 2017 für einen symbolischen Betrag an die koptisch-orthodoxe Kirche verkauft. Nach Jahren vergeblicher Bemühungen, u. a. in einem gemeinsamen Projekt mit der Stadt Altena, eine sinnvolle Nachnutzung für die bereits im Jahr 2008 entwidmete Innenstadt-Kirche zu finden, war die Kirchengemeinde froh, dass das Gebäude jetzt weiterhin als Gotteshaus genutzt wird. Die Zeit seit der Übernahme nutzten die neuen Eigentümer für Umbauarbeiten in den Innenräumen des denkmalgeschützen Gebäudes.

Tawadros II. befindet sich aktuell auf einer Deutschland-Reise. Am vergangenen Sonntag hat er bereits in Düsseldorf eine ehemalige katholische Kirche im Stadtteil Heerdt als koptisches Gotteshaus geweiht. Nach der Kirchweihe in Altena am Samstag reiste der Kopten-Papst weiter nach Unna-Massen, um die dortige Gemeinde zu besuchen.

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