Energiewende

Industrieallianz fordert Sicherheit bei Stromversorgung

Klimaschutz und sichere Stromversorgung müssen einhergehen, fordert die Industrieallianz, die sich jetzt gegründet hat.  

Klimaschutz und sichere Stromversorgung müssen einhergehen, fordert die Industrieallianz, die sich jetzt gegründet hat.  

Foto: Foto: Rene Traut

Elsdorf/Siegen.  Klimaschutz und Energiesicherheit verbinden: Das fordert die Industrieallianz, die sich jetzt gegründet hat, von der Politik.

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Die Wirtschaft erhöht den Druck auf die Politik, trotz Kohle- und Atomausstieg für eine sichere, ununterbrochene Energielieferung zu sorgen. Im Elsdorfer Stadtteil Heppendorf (Rhein-Erft-Kreis) hat sich jetzt die Industrieallianz für regionale Energiesicherheit, kurz: IARES, gegründet – sie folgt exakt den Anliegen, die die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen Anfang Juni in ihren „Energiepolitischen Positionen“ festgeschrieben hat.

Der Lennestädter Unternehmer und Siegens IHK-Präsident Felix Hensel, war daher bei der Allianzgründung und der Unterzeichnung der „Heppendorfer Erklärung“ dabei. „Nach den steigenden Stromkosten sehen 45 Prozent der heimischen Industrieunternehmen in Problemen mit der Versorgungssicherheit die wesentliche Auswirkung des Ausstiegs aus der Atomenergie und der Kohleverstromung“, so Hensel. Dabei sind die Unternehmen gar nicht gegen eine Energiewende: Sie fordern allerdings von der Politik ein, den Netzausbau zu beschleunigen, Planungs- und Genehmigungsprozesse (Windräder, Reservekraftwerke) zu vereinfachen und produzierte Stromüberschüsse, etwa aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft, nutzbar zu machen, und eine Kapazitätsreserve aufzubauen.

https://www.wp.de/region/sauer-und-siegerland/nordrhein-westfalen-will-fruehen-stresstest-fuers-stromnetz-id219765759.html

Auf diese Anliegen zielt auch die „Heppendorfer Erklärung“ ab: Klimaschutz mit Energiesicherheit zu verbinden. Eine zentrale Forderung dabei ist ein „Energiesicherheits-Monitoring“, um Transparenz zu schaffen und möglichst „innovative Lösungen für ein nachhaltiges Energiesystem“ zu schaffen.

Die IHK Siegen möchte das Anliegen der IARES „bekannt machen, damit sich möglichst viele Unternehmen anschließen“, sagte Siegens IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener. Die IARES wird bislang von den drei Kammern Köln, Aachen und Krefeld sowie vom Bundesverband für den Schutz kritischer Infrastrukturen getragen.

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