Unfall

Glatteis! Unfälle mit 16 Autos auf A45 bei Lüdenscheid

Auf der A45 ist nach mehreren Unfällen ein langer Stau entstanden.

Auf der A45 ist nach mehreren Unfällen ein langer Stau entstanden.

Foto: Archivbild dpa

Lüdenscheid.  Wegen Glatteis gab es am Mittwoch mehrere Unfälle auf der A45. Die Autobahn war zeitweise gesperrt. Straßen.NRW sagt: Fahrbahn war gestreut.

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Winterliche Witterungsverhältnisse haben am Montagmorgen auf der A45 bei Lüdenscheid zu mehreren Unfällen geführt. Insgesamt 16 Autos krachten zusammen. Es gab mehrere Verletzte. Der Verkehr staute sich zeitweise auf bis zu 15 Kilometer Länge.

Die A45 war für gut viereinhalb Stunden in Fahrtrichtung Dortmund gesperrt, berichtete die Polizei. Gegen 10.30 Uhr sollte die Strecke wieder freigegeben werden, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Dortmund. Der Verkehr staute sich aber auch danach noch deutlich.

Autobahn war laut Straßen.NRW kurz zuvor gestreut worden

Die Polizei sprach von Glatteis-Unfällen. Beim zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW betonte ein Sprecher jedoch, dass der Streudienst die Autobahn auf dem betreffenden Teilstück am frühen Morgen abgefahren habe.

„Ja, es war gestreut“, sagte Straßen.NRW-Sprecher Bernd Löchter auf Nachfrage. Gegen 5.40 Uhr hätte die Glatteismeldeanlage der Talbrücke Sichter, in deren Bereich sich laut Löchter die Unfälle ereignet hätten, Glatteis-Alarm gegeben. Die zuständige Autobahnmeisterei Lüdenscheid habe darauf hin ein Streufahrzeug auf die Strecke geschickt, das um 6.10 Uhr dort eingetroffen sei. Wie viele Fahrbahnen gestreut wurden und wie viele Fahrzeuge im Einsatz waren, konnte der Sprecher nicht im Details sagen.

Dass es trotzdem eine nur Dreiviertelstunden später auf der Autobahn krachte, bezeichnete der Sprecher als „ungewöhnlich“. Es sei Feuchtsalz aufgebracht worden, dass nach wenigen Minuten seine Wirkung entfalte. Feuchtsalz werde standardmäßig auf den Autobahnen verwendet, weil es „besser auf der Fahrbahn liegen bleibt und feiner verteilt“, sagte Löchter.

Insgesamt vier Unfälle mit 16 beteiligten Fahrzeugen

Ein Auto war den Angaben zufolge gegen 7 Uhr bei Lüdenscheid ins Schleudern geraten und in die Leitplanke gekracht. Anschließend seien weitere Fahrzeuge in die Unfallstelle gefahren. „Da herrschte zeitweise Chaos vor Ort“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Unfallaufnahme ergab, dass es auf dem A45-Teilstück zwischen den Anschlussstellen Meinerzhagen und Lüdenscheid-Süd insgesamt vier Unfälle gab mit insgesamt 16 zum Teil erheblich beschädigten Fahrzeugen, sagte der Polizeisprecher. Vier Personen wurden leicht verletzt, eine kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Nebel und Straßenglätte am Mittwochmorgen

Auch auf anderen Autobahnen in NRW gab es am Mittwochmorgen erhebliche Verkehrsstörungen wegen der winterlichen Witterungsverhältnisse: Auf der A57 bei Krefeld gab es zwischenzeitlich Verzögerungen von rund 45 Minuten, meldete das Portal Verkehr.nrw vom Landesbetrieb Straßen.NRW.

Der November gilt ohnehin als Monat mit den meisten Staus auf den Straßen. „Das Wetter ist meist so schlecht, dass viele überhaupt erst ins Auto steigen. Und es sind erkennbar mehr Menschen auf den Straßen unterwegs, weil die wenigsten derzeit Urlaub machen“, sagt Volker Gronau von der Verkehrsleitzentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW in Leverkusen.

Neben Straßenglätte hat am Mittwochmorgen auch Nebel zu Verkehrsstörungen geführt. Im Raum Bielefeld etwa meldete die Polizei am frühen Morgen Sichtweiten von unter 50 Metern.

Dass es am Mittwochmorgen auf der A45 zu Glatteis kommen kann, sei aus Sicht von Straßen.NRW am Dienstagabend nicht zu erwarten gewesen. Kräfte der Autobahnmeister hätten die Autobahn im Bereich Lüdenscheid zuletzt am Dienstagabend gegen 19.15 Uhr inspiziert, sagte Sprecher Bernd Löchter. Zu diesem Zeitpunkt habe es vor Ort geregnet. (dae)

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