Internet-Betrug

"Dein Profil gefällt mir": Liebesbetrüger kassiert ab

Eine Frau aus Altena hat sogar einen Kredit aufgenommen, um einem Betrüger Geld zu schicken.

Eine Frau aus Altena hat sogar einen Kredit aufgenommen, um einem Betrüger Geld zu schicken.

Foto: dpa

Altena.  Eine Seniorin aus Altena ist in die Liebesfalle getappt. Sie hat binnen weniger Wochen eine erhebliche Summe Geld ins Ausland überwiesen.

Eine Seniorin aus Altena ist in die Falle eines Romance-Scammers getappt – eines Betrügers, der der alleinstehenden Frau im Internet eine Liebesbeziehung vorgegaukelt hat. Ausgangspunkt war eine Online-Singlebörse.

Der Ablauf war laut Polizei typisch: In sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook oder Singlebörsen suchen die Betrügerinnen oder Betrüger einsame Herzen, reagieren auf Kontaktanzeigen, melden sich ungefragt per Facebook-Nachricht. Der Standard-Einstieg: „Dein Profil gefällt mir.“ Die Betrugsmasche funktioniert bei beiden Geschlechtern.

Opfer schob Bedenken beiseite – Kredit aufgenommen

Der Mann hatte laut Polizei schon im Sommer Kontakt zur Frau aus Altena aufgenommen. Angeblich musste er nach einer Gasexplosion in der Türkei helfen. Als „Beweis“ schickte er der Seniorin einen Zeitungsausschnitt.

Bei seinem "Hilfseinsatz" geriet er in Geldnot, behauptete er. Spätestens jetzt, warnt die Polize, hätten die Alarmglocken schrillen müssen. Doch die Seniorin, (typisch für die Opfer) war zu diesem Zeitpunkt schon so überzeugt von den Lügengeschichten, dass sie alle Bedenken über Bord warf.

Am Ende brachte der Betrüger immer mehr Schicksale an, um an ihr Geld zu kommen. Und immer wieder schoss die Altenaerin Geld nach. Als ihre Konten leer waren, haben sie sogar einen Kredit aufgenommen, erklärt die Polizei.

Und die Frau war laut Polizei nicht das einzige Opfer: In den vergangenen zwei Wochen erstatteten insgesamt drei Geschädigte aus dem Märkischen Kreis Anzeige.

Täter nur schwer zu finden

Übrigens: Der Betrüger sei schon wieder auf dem Datingportal unterwegs, berichtete die Altenaerin der Polizei. Durch seinen Standort im Ausland sei er aber nur schwer bis gar nicht dingfest zu machen, heißt es.

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