Wisent-Streit

Bundesgerichtshof befasst sich wieder mit dem Wisent-Streit

Die freilebende Wisentherde hat kürzlich wieder Nachwuchs bekommen. 

Die freilebende Wisentherde hat kürzlich wieder Nachwuchs bekommen. 

Foto: Wolfram Martin

Karlsruhe/Bad Berleburg/Schmallenberg.  Der Rechtsstreit um die freilaufenden Wisente am Rothaargebirge wird am Freitag zum zweiten Mal vor dem Bundesgerichtshof ausgetragen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt am Freitag im Rechtsstreit zweier Waldbesitzer aus Schmallenberg-Oberkirchen mit dem Trägerverein Wisent-Welt-Wittgenstein. Nach dem ersten Verhandlungstermin im vergangenen November könnte es jetzt zu einer höchstrichterlichen Entscheidung kommen.

Die beiden Waldbauern aus dem Hochsauerland hatten den Verein verklagt, weil die freilebenden Wisente im Rothaargebirge für Schälschäden an ihren Buchenbeständen sorgen. Sie verlangen, dass den mächtigen Ur-Rindern mit Hilfe von Zäunen der Zutritt zu ihren Grundstücken verweigert wird.

Acht Exemplare der vom Aussterben bedrohten Rasse wurden vor sechs Jahren in einem weltweit beachteten Artenschutzprojekt im Wittgensteiner Land ausgewildert. Mittlerweile soll die Population auf etwa 25 Tiere angestiegen sein. Erst kürzlich wurde wieder Nachwuchs gesichtet.

Weil die Wisente das eigentliche Projektgebiet im Wittgensteiner Land häufiger zwecks Nahrungsaufnahme im sauerländischen Privatwald verlassen, streiten sich Artenschützer und Waldbauern seit Jahren vor Gerichten. Nach dem Landgericht Arnsberg und dem Oberlandesgericht Hamm ist mittlerweile der Bundesgerichtshof mit dem Rechtsstreit befasst.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben