Landgericht

Bewährungsstrafe nach Messerattacke von Altena rechtskräftig

Die Bewährungsstrafe gegen einen 56-Jährigen nach der Messerattacke auf den Bürgermeister von Altena Ende November 2017 ist rechtskräftig. Hier verdeckt er sein Gesicht neben Verteidiger Michael Aßhauer.

Die Bewährungsstrafe gegen einen 56-Jährigen nach der Messerattacke auf den Bürgermeister von Altena Ende November 2017 ist rechtskräftig. Hier verdeckt er sein Gesicht neben Verteidiger Michael Aßhauer.

Foto: dpa

Altena/Hagen.   Bewährungsstrafe gegen 56-Jährigen nach Messerattacke auf den Bürgermeister von Altena ist rechtskräftig. Das Opfer will mit Thema abschließen.

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Die Bewährungsstrafe gegen einen 56-Jährigen nach der Messerattacke auf den Bürgermeister von Altena Ende November 2017 ist rechtskräftig. Dies teilte eine Sprecherin des Landgerichts Hagen am Dienstag mit. Weder die Staatsanwaltschaft noch der bei dem Angriff leicht verletzte Politiker Andreas Hollstein hatten zuvor Rechtsmittel eingelegt. Die Frist war in der Nacht zum Dienstag ausgelaufen. Der Westfälische Anzeiger hatte in seiner Onlineausgabe darüber berichtet.

Der 56-Jährige hatte den CDU-Politiker in einem Döner-Imbiss in dessen sauerländischer Heimatstadt attackiert und war dafür vor einer Woche zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Tat ursprünglich als Mordversuch gewertet, eine Tötungsabsicht konnte das Hagener Schwurgericht aber nicht feststellen. Das Urteil erging deshalb nur wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung. Ausdrücklich bewertete das Gericht die Tat nicht als politisches Attentat.

Er halte das Urteil weiter für "himmelschreiend ungerecht", sagte Hollstein am Montagabend. Er wolle aber mit dem Thema abschließen und sich nicht jahrelang weiter mit einem Prozess belasten - wegen seiner Arbeit als Bürgermeister und um seine Familie nicht weiter zu belasten. Der Angreifer hatte die Tat gestanden, aber betont, dass er den Bürgermeister nicht verletzen wollte. (dpa)

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