Westfalendamm

Betreiber für neues Hotel in Schwelm gefunden

Es geht voran mit dem Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes, wie bereits diese Luftaufnahme aus dem Juli des vergangenen Jahres zeigt.

Es geht voran mit dem Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes, wie bereits diese Luftaufnahme aus dem Juli des vergangenen Jahres zeigt.

Foto: Hans Blossey

Schwelm.   Der Umbau der ehemaligen Grundschule Westfalendamm läuft zügig voran. Um den historischen Bezug zu erhalten, werden nun alte Fotos gesucht.

Die Bauarbeiten an der ehemaligen Grundschule Westfalendamm laufen auf Hochtouren. Selbst am Freitag vor Heiligabend und zwischen den Jahren waren die Handwerker dort im Dauereinsatz. Das ist auch kein Wunder, denn der Eröffnungstermin liegt bereits in greifbarer Nähe. Investor Ralf Stoffels will den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes zum 1. Mai 2018 abgeschlossen haben.

Zweites Leben als Vier-Sterne-Hotel

Als Vier-Sterne-Hotel wird das Volksschulgebäude aus dem Jahr 1915 dann in ein zweites Leben starten. Ein Betreiber für „Das Schulhaushotel“ wurde bereits gewonnen. Es soll aus Berlin kommen. Dem Hotel angegliedert wird das Restaurant und die Lounge-Bar „Die Turnhalle“. Wie der Name schon vermuten lässt, finden Restaurant und Bar ihren Platz einmal in der ehemaligen Turnhalle aus dem Jahr 1980. In einem früheren Gespräch mit unserer Zeitung hatte Investor Stoffels von einem 60-Betten-Haus, aufgeteilt auf 34 Zimmer, gesprochen.

Der Umbau zum Hotel wird von den Architekten Lars Wehnau und Uwe Hugendick betreut. Der historische Bezug soll im neuen Hotel erhalten bleiben. „Im großen Treppenhaus des Schulgebäudes möchten wird Bilder aus der 100-jährigen Geschichte der Schule aufhängen. Damit wollen wir das Andenken an die Geschichte des Hauses bewahren und gleichzeitig einen Raum für solche Erinnerungsbilder schaffen, bevor sie für immer verschwinden“, so die Idee von Uwe Hugendick.

Keine Angaben zu Baukosten

Er hofft darauf, dass wohl noch in etlichen Schubladen und Schuhkartons älterer Schwelmer Bilder aus der Schulzeit in der Westfalendamm-Schule schlummern. So, wie das Klassenbild von der Einschulung von 1937 (zur Verfügung gestellt von Antje Springorum) oder das Mädchen im Sommerkleid und Schultüte von 1972. Hugendick: „Alle Bilder werden hochauflösend gescannt und dann umgehend zurück gegeben. Auf Wunsch können sie auch an das Stadtarchiv weiter geleitet werden.“

Der Architekt hofft auch, dass die Bildlieferanten zu den historischen Aufnahmen zusätzliche Informationen beisteuern können. „Schön wäre es, wenn auch bekannt ist, aus welchem Jahr das Bild ist und wer darauf abgebildet ist. Für das Archiv ist dies auf jeden Fall nötig. Vielleicht gibt es auch eine Geschichte dazu. Alle Bilder werden gerahmt und im Schulhaus aufgehängt. Die Bilder können im Architekturbüro Wilde + Wehnau in der Wilhelmstraße 15 in Schwelm abgegeben werden.“

Bauherr Ralf Stoffels unterstützt ausdrücklich den Aufruf von Uwe Hugendick, alte Bilder als Wandschmuck zu sammeln. „Es war ja mein Wunsch, das denkmalgeschützte Gebäude den Schwelmer ,teilöffentlich’ als ,Das Schulhaushotel’ und als Restaurant und Lounge-Bar ,Die Turnhalle’ zu erhalten.“ Über die Baukosten hüllt sich Stoffels in Stillschweigen. In einem Fernsehbericht im alten Jahr, gesendet in der Aktuellen Stunde des WDR, war von Projektkosten in Höhe von fünf Millionen Euro die Rede.

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