Chronik

Rosenmontag an Rhein und Ruhr: NRW im Party-Rausch

Bunt kostümiert nehmen Narren am 27.02.2017 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) am Rosenmontagsumzug teil. Das diesjährige Motto beim Rosenmontagszug in Düsseldorf ist: ·Uns kritt nix klein - Narrenfreiheit, die muss sein·. Foto: Federico Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Bunt kostümiert nehmen Narren am 27.02.2017 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) am Rosenmontagsumzug teil. Das diesjährige Motto beim Rosenmontagszug in Düsseldorf ist: ·Uns kritt nix klein - Narrenfreiheit, die muss sein·. Foto: Federico Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: dpa

NRW.   Der Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalssession. Alle Infos, Fotos, Videos und jede Menge Eindrücke gibt's in unserer Chronik.

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Helau und Alaaf - Hunderttausende Narren haben sich von den Rosenmontagszügen in Köln und Düsseldorf begeistern lassen. Die meistpersiflierte Person auf den Wagen war dieses Jahr Donald Trump. In Düsseldorf - bekannt für seine besonders freche Satire - versuchte der US-Präsident, die vor ihm knieende Freiheitsstatue zu missbrauchen. Auf einem anderen Wagen hatte sie jedoch den Sieg über ihn errungen und schwenkte sein abgeschlagenes Haupt. Auf ihrem Gewand prangte die Auforderung "America Resist!" - "Amerika, leiste Widerstand!"

Man habe die Wagen bewusst drastisch gestaltet, um zu zeigen, wie gefährlich die Situation sei, sagte Wagenbauer Jacques Tilly am Montag der Deutschen Presse-Agentur - und versprühte Zuversicht: "Letztlich wird Liberty Widerstand gegen Trump leisten und siegen." In Köln kam Donald Trump als Neuling in eine Schulklasse und griff dort der Freiheitsstatue unter den Rock.

Gestürztes Pferd bringt Zug ins Stocken

Unter grauem Himmel feierten die bunt kostümierten Narren ausgelassen wie immer, wobei der Betrieb in Köln und Düsseldorf nicht so groß zu sein schien wie in den Vorjahren. In Düsseldorf waren nach einer Schätzung des Comitees Düsseldorfer Carneval 600.000 Feiernde auf den Beinen. Im Kölner Zug liefen und fuhren mehr als 10.000 Menschen mit und brachten 300 Tonnen Süßigkeiten unters Volk. Am Nachmittag stürzte ein Pferd und blieb auf der Zugstrecke liegen, so dass die Narren-Kolonne vorübergehend stockte.

Die Zugstrecke wurde in Köln von 1700 Polizisten bewacht, in Düsseldorf waren es rund 1000. Große Zufahrtsstraßen wurden mitunter von Wasserwerfern und anderen großen Polizeifahrzeugen blockiert. Sowohl in Köln als auch in Düsseldorf war die Innenstadt für Lastwagen gesperrt, aus Vorsorge gegen Terroranschläge wie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt. "Die ganzen Polizisten mit den Maschinenpistolen zu sehen, hat mich schockiert", sagte die aus Karlsruhe stammende Elke (54) in Köln. "Aber die müssen das ja machen. Wir sind froh, dass wir die Polizei haben."

Schulz und Merkel auch Thema der Mottowagen

Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz fuhr in Pappmaché nachgebildet mit. Düsseldorf zeigte ihn als Steinzeitmenschen mit Speer im Kampf gegen das ausgewachsene "Mammutti", Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auf einem bis zum Schluss geheim gehaltenen Wagen der Kölner malte sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Welt, "wie sie ihm gefällt": Aus einem grauen Gefängnis wurde da eine leuchtende Villa Kunterbunt.

Das Feiern beschränkte sich im übrigen nicht nur aufs Rheinland: Im westfälischen Münster zog der Rosenmontagszug 100 000 Narren an. Kurios: In dem Zug waren dieses Jahr gleich zwei Karnevalsprinzen unterwegs. Wegen Sturms war der Zug vor einem Jahr abgesagt worden, und der damalige Prinz durfte den verpassten Spaß jetzt nachholen.

In unserem Liveblog haben unsere Autoren, Redakteure und Fotografen von den Zügen und Veranstaltungen im Lande berichtet - natürlich mit Infos aus den Hochburgen Düsseldorf und Köln, aber auch aus Duisburg, dem ganzen Revier, vom Niederrhein, aus dem Sauer- und dem Siegerland. Wie der Tag war, gibt es hier in unserer Chronik nachzulesen.

Rosenmontag an Rhein und Ruhr in der Chronik:

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