Bahnstreik

Warnstreik verursacht Zugausfälle bei der Eurobahn

Der Regionalexpress RE 13 fährt auch durch Hagen.

Der Regionalexpress RE 13 fährt auch durch Hagen.

Foto: Michael Kleinrensing

Ruhrgebiet.   Ein Warnstreik bei der Eurobahn hat Pendler zwischen Düsseldorf, Hamm und Venlo am Morgen getroffen. Züge der Linien RE 3 und RE 13 fielen aus.

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Durch einen Warnstreik bei der Eurobahn kommt es am Mittwochmorgen zu Zugausfällen bei den Linien RE 3 (Düsseldorf – Hamm) und RE 13 (Venlo – Düsseldorf – Hagen – Hamm). Um 2.45 Uhr begann der Streik nach Auskunft des Betreibers der Eurobahn, Keolis.

Am Vormittag beendeten die Mitarbeiter den Ausstand., „Wir werden diesmal noch nicht die ganz große Keule rausholen“, hatte Streikleiter Sebastian Bitterwolf im Vorfeld erklärt.

Betroffen ist mit dem RE 3 auch eine zentrale Strecke quer durchs Ruhrgebiet: Der Rhein-Emscher-Express fährt von Hamm über Dortmund, Castrop-Rauxel, Herne, Gelsenkirchen, Essen, Oberhausen und Duisburg nach Düsseldorf. Die Eurobahn versucht nach eigenen Angaben kurzfristig einen Schienenersatzverkehr anzubieten. „Es gibt aber auch gute Alternativen seitens der Wettbewerber“, sagte Sprecherin Nicole Pizzuti.

Knackpunkt ist der Urlaubsanspruch

In der Tarifauseinandersetzung hatten sich Gewerkschaft und Unternehmen in drei Verhandlungsrunden deutlich angenähert. Gefordert sind 7,5 Prozent mehr Geld, geboten werden 5,2 % und eine Einmalzahlung. Knackpunkt ist nun ein Wahlmodell. Die EVG fordert, dass die Mitarbeiter selber entscheiden können sollen, ob sie 2,5 Prozent der vereinbarten Lohnerhöhung in Form von mehr Geld, sechs Tagen mehr Urlaub oder einer Arbeitszeitverkürzung haben wollen.

Keolis Deutschland stehe einem Wahlmodell offen gegenüber, erklärte Geschäftsführerin Anne Mathieu, es gebe auch schon eines im Unternehmen. Jedoch würde diese Ausgestaltung einen Jahresurlaubsanspruch von bis zu 42 Tagen bedeuten. Die Branche leide jedoch unter Fachkräftemangel, bereits heute sei es schwierig die Qualifizierungskurse mit genügend geeigneten Bewerbern zu füllen. Der erhöhte Urlaubsanspruch des Wahlmodells hätte einen weiteren enormen Einfluss auf eine personalbedingte stabile Performance, so das Unternehmen. (tom)

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